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Truth or Dare (2012)
Auf einer Party beschließen Chris und seine Clique, den schüchternen Außenseiter Felix übel mitzuspielen. Beim Partyspiel Wahrheit oder Pflicht wollen sie Felix vor allen bloßstellen. Als die Situation eskaliert, verlässt Felix gedemütigt und in Tränen aufgelöst die Party. Ein Jahr später erhalten Chris und seine Freunde überraschend eine Nachricht von Felix, der sie alle zu seinem Geburtstag in seinem Elternhaus auf dem Land einlädt. Am Ziel angekommen, erwartet die Gäste jedoch nicht Felix, sondern sein Bruder Justin. Weder Chris noch seine Freunde ahnen, dass es sich beim sympathisch auftretenden Justin um einen alles andere als netten Gastgeber handelt. Justin verfolgt seinen eigenen Plan, für welchen er bereit ist, über Leichen zu gehen.

Regisseur „Robert Heath“ sein dritter Film nach dem Drehbuch von „Matthew McGuchan“ (LD 50 Lethal Dose ) ist ein gut inszenierter Horrorthriller im klassischem Backwood & Revenge Stil. Der aus England stammende Streifen der mit $1.000.000 Budget finanziert wurde, punktet besonders durch seine geschickt strukturierte Dramaturgie, die „Robert Heath“ definitiv gut umgesetzt hat. „Truth or Dare“ gehört zwar zu den unbekannteren Genre Filmchen brauch sich aber denn noch nicht zu verstecken.

Die Umsetzung: Wenn Wahrheit oder Pflicht mit Flaschendrehen zum Verhängnis wird, könnte ein passender Beititel von „Truth or Dare“ sein. Wirkt der Film anfangs noch wie ein bescheidenes B-Movie bekommt er doch dann schon nach kurzer Zeit den Impuls und schafft es auch sein Tempo und seine Spannung zu halten. Besonders gut gelungen ist die kontinuierliche Arrangierung der Storyline, die den Zuschauer bis zum Ende im Dunkeln tappen lässt und zum Schluss mit einer unvorhersehbaren Auflösung daher kommt.

Von den genretypischen Elementen wie Gore & Splatter sollte man nicht zu viel erwarten. Im Gesamtpaket wirkt der Film durchschnittlich dem Zeitgeist angemessen hart, doch im Verhältnis zu anderen auch bekannteren Filmen eher unblutig. Was auch hier schade ist, denn somit hat man auf die autoritativen Bestandteile verzichtet und folglich den Liebhabern des Genres nicht dass Geboten, was man erwartet. Gleiches gilt für nackte Haut, wie erotische Passagen auf die man auch verzichtete. Was bleibt ist ein gut gemachter kleiner Horror Zeitvertreib das problemlos schafft zu unterhalten. Kreativ wie technisch also so weit alles richtig gemacht.

Schauspielerisch besteht der Cast überwiegend aus TV-Serien Darstellern, die ihre Rollen aber den Anforderungen entsprechend solide umgesetzt haben.

Subjektiv fand ich „Truth or Dare“ als kleiner Horror Streifen für zwischendurch gar nicht mal schlecht. Nichts Großes, aber der Plot Twist konnte am Ende doch überzeugen.

Fazit:
„Truth or Dare“, kann man allen Zuschauern empfehlen, die nicht ganz so viel Wert auf Blood & Sex legen und stattdessen einen spannenden und unvorhersehbaren Horrorthriller Streifen bevorzugen.
Kann man sich ruhig anschauen.

Bewertung:
6,5 / 10 Punkte.

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