Review

Natürlich ist es überaus löblich, wenn sich Filminteressierte und Fans von Science Fiction einem Fanprojekt widmen und intensiv an Raumschiffen, Galaxien und Sprungtoren basteln. Doch wenn sich die Chose beinahe 15 Jahre hinzieht, bleiben qualitative Unterschiede natürlich nicht aus, während anderweitig offenbar niemand außerhalb der Effekte arbeitete.

Seit einigen Jahrzehnten herrscht Krieg unter den Kolonien, was nun durch ein Geheimtreffen mit einer Botschafterin beendet werden soll. Der Ex-Kampfflieger und mittlerweile freischaffende Pilot Walker (Jack Moik) soll diese Aufgabe erledigen, doch dann gerät ihre Mission unter Beschuss...

Dieser Moik, wahrscheinlich nicht verwandt oder verschwägert mit Karl, nimmt nicht nur die Hauptrolle ein, sondern ist quasi für nahezu alle anderen Aufgaben zuständig gewesen, was entweder auf totale Selbstüberschätzung oder mangelnde Beziehungen zurückzuführen ist.
Darstellerisch ist das eine Nullnummer, da der Typ (und viel andere Mimen auch) wie Stammgäste der Bahnhofsmission aussehen, die Story wirft einen mitten in einen Krieg, welcher keinerlei Hintergründe liefert und was irgendwann einmal mit der Erde geschehen sein soll, wird ebenfalls nicht erwähnt.

Stattdessen erdrückt fast schon die Dialoglast zwischen der Action, da so manche Dinge in Worte gefasst werden, die sich eigentlich von selbst erklären, während die überaus simple Geschichte rein gar keine Kniffe beinhaltet, sondern stupide und überraschungsfrei Schwarz und Weiß gegeneinander antreten lässt, da Walker natürlich noch eine alte Rechnung zu begleichen hat. Das ist Minimalismus pur und wären da nicht ein paar optisch brauchbare Momente, wären 15 Jahre Arbeit für die Tonne.

Denn einige Raumschiffe sind sehr detailgetreu ausgearbeitet und auch wenn der Bluescreen oftmals ins Auge sticht, so sind auch manche Landschaften ansatzweise atmosphärisch ausgestattet, selbst einige der CGI fallen passabel aus. Doch anstatt konsequent zu bleiben und auf Geballer und Ausweichmanöver zu setzen, offenbart Moik final noch seine körperlichen Defizite bei einem miserabel choreographierten Endkampf und als sei dies nicht genug, versucht er zum Schluss noch eine Emotion zum Ausdruck zu bringen, was ebenfalls völlig daneben geht.

Mit erfahrenen Darstellern und einer durchdachten Geschichte hätte es mithilfe der im Schnitt ordentlichen Effekte etwas werden können, doch die durchweg miesen Performances und die aus allen erdenklichen Vorbildern zusammengeklauten Einzelszenen lassen erst gar keine Spannung aufkommen. Schade um die ganze Arbeit der Genreliebhaber, aber wer im Endeffekt das Zepter alleine schwingen will, muss auch geballte Kritik einstecken können.
Knapp
3 von 10

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