... nicht dem Acker, sondern werde von den Menschen gegenseitig sich bereitet...
Es sieht nicht gut aus für Hille Vavra, der in einer Kleinstadt in der Provinz ein weiteres Mal versucht, sein Abitur zu machen: der Misserfolg scheint neuerlich vorprogrammiert. Auch dass ihm vorübergehend die Tiere einer Zoohandlung anvertraut worden sind, erweist sich als kleine Tragödie, die ihn fortan verfolgt: zum Entsetzen der Passant(inn)en liegen sie allesamt tot in ihren Käfige. Das sei das entsetzlichste, was er je gesehen habe, wird einer von ihnen sagen, der immerhin die Zeit des Nationalsozialismus bewusst miterlebt hat. Zu diesem mag sich auch einer von Hilles Lehrern noch bekennen, der ansonsten noch die Leistungsgesellschaft preist. Auf seine Frage, was gegen die Überbevölkerung helfen könne, antwortet ein aufmüpfiger Schüler: vergasen. Mehr noch: zwei Schüler planen terroristische Anschläge...
Der Generationskonflikt zieht sich auch durch Hilles Familie: Der Vater, ein Pastor, hatte einst Dimuth, die Tochter, für Aktfotografien geschlagen. Nun kehrt sie aus Italien zurück, aber die Lage bleibt angespannt. Inzwischen ist Pastor Vavra damit beschäftigt, für schlesische Vertriebene einzutreten und ein Glockenfest vorzubereiten – das belastet wird von der Beschuldigung, Vavra habe die Glocken einst Hitler angeboten, um Kanonenkugeln aus ihnen zu gießen...
Der Putz der Kirche bröckelt derweil vor sich hin. Die Schuld tragen chemische Dämpfe einer Fabrik, die auch die Gewässer der Gegend verseucht. Ein früherer Klassenkamerad Ditmuths hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, diesem Misstand ein Ende zu machen – wird dafür aber zu wenig Lebenszeit übrig haben. Der Fabrikant immerhin geht mit der Zeit und duldet die Promiskuität seiner Frau, die auch Hille einmal umgarnt – doch bald schon fühlt er sich zum Hahnrei gemacht...
Noch eine andere Frau hat was mit Hille: eine jüngere Mitschülerin, der er bei Intimitäten nicht bloß die Brille zerbricht, sondern deren Onkel ihn bald dringend zu sprechen wünscht.
All dies spitzt sich schließlich zu beim Glockenfest...