“Fischlein fangen für superreiche Scheichs in der Wüste” hat zwei Hälften. In der ersten erleben wir einen äußerst amüsante Comedy mit viel britischem schwarzen Humor und wirklich sehenswerten und lustigen Situationen in flottem Erzähltempo. In der zweiten Hälfte schwenkt der Film dann komplett in Richtung Liebesdrama und geschmackvolle Bilder der weitläufigen Wüstenlandschaft und schöne verliebte Menschen beherrschen die Szenerie. Das ist kein Problem denn diese Storyentwicklung entspricht ja der Romanvorlage von LACHSFISCHEN IM JEMEN, dennoch ist die Hinwendung zu einem recht konservativen, aber sehr ordentlich gespielten und in wunderschönen Bildern eingefangenen Liebesdrama im Nachhinein eine kleine Enttäuschung.
Die Story hält tatsächlich mit dem Filmtitel Wort und ist hier in groben Grundzügen (OHNE SPOILER!) wie folgt zusammenzufassen: Der Fischexperte Dr. Alfred Jones (Ewan McGregor) erhält von seiner Behörde - und kontrolliert von Patricia Maxwell (Kristin Scott Thomas) um positive Nachrichten aus dem arabischen Raum zu haben - mit Nachdruck den Auftrag, für einem Scheich im Jemen einen Lach zu entwerfen. Er sieht dies als undurchführbar an und zusammen mit Harriet (Emily Blunt) macht er sich daran das Unmögliche anzugehen….
Ewan McGregor als Dr. AALfred und Emily Blunt agieren beide routiniert und spielen die sich anbahnenden Verwicklungen durchaus glaubwürdig. Natürlich werden hier und da stark diverse Klischees gestreift, aber für einen romantischen Abend ist der Film deutlich besser als der Durchschnitt und kann einen verregneten Sonntagnachmittag mit Händchenhalten auf der Couch bestens überbrücken. Hoffnungslose Romantiker mit Hang zu zuckersüßen Handlungen mögen den Film höher bewerten, aber er hat sich nicht erfolgreich in meinem Langzeitgedächtnis eingebrannt …..
5,5/10 Lachsfreunden....äh,....Punkten