Ein paar Schüler erlaubten sich mit ihrem Kollegen einen üblen Scherz, der den jungen Mann in den Wahnsinn trieb. Jahre später steht eine Abschlussfeier in einem Zug auf dem Fahrplan, doch auch ein maskierter Töter ist unter den Passagieren und lässt mit seinen Taten die Feierlaune durch pures Entsetzen ersetzen.
"Juhu, fröhliche Bumsnacht!" ist der erste Satz des Filmes, doch ganz so schlimm ist er dann nicht geworden. Die Geschichte rund um ein paar junge Menschen, die mal etwas Schlimmes taten und später die Früchte des Zorns ihrer Taten in Form von Tod ernten, ist nicht besonders originell (auch nicht hinsichtlich der Figurencharakterisierung) und wartet auch nicht mit ungewöhnlichen Plotwendungen auf, liefert dafür aber den Boden für den soliden 80er Slasher.
Die Wahl des Schauplatzes (Zug) ist keine schlechte, denn hier bieten sich viele dunkle Ecken und vor allem engste Räume (Mittelgang, Toilette oder Schlafkoje), in denen der Killer sein Unwesen treiben kann. Da in der Eisenbahn zudem eine Kostümparty zelebriert wird, kann sich der Bösewicht gut getarnt unter die Feiernden mischen und sein äußeres Erscheinungsbild nach Belieben verändern. Bei der Auswahl seiner Tötungsarten lässt er dann weniger Abwechslung walten, denn mit Messern, Schwertern oder Äxten weiß beispielsweise ein Jason Voorhees mehr anzufangen als unser maskierter Zuggast.
Vor der Kamera darf der Mörder sich nicht so richtig auslassen und die meisten Bluttaten werden nur angedeutet oder es wird gar nur das Ergebnis dieser präsentiert. Die wenigen Effekte, die mit der Kamera festgehalten wurden, sind aber absolut in Ordnung, wobei der begierige Gorehound jedoch enttäuscht die Notbremse ziehen wird, um vor Erreichen des Zielbahnhofes die Segel zu streichen.
Die Athmosphäre des Films ist stellenweise sehr dicht geraten und es gibt manch spannungsgeladene Szene, was vor allem der bereits erwähnten Enge und Dunkelheit des Schauplatzes und der stimmigen Musikuntermalung zu verdanken ist.
Die Darsteller sind nicht so berauschend. Zwar werden keine komplett unterirdischen Leistungen abgeliefert, aber so richtig überzeugen können die Mimen ebenfalls nicht. Jamie Lee Curtis darf mal wieder ihre (seit "Halloween" und "The Fog - Nebel des Grauen") Stammrolle runterrattern, wobei sie gewohnt nett anzuschauen ist, aber ihrem Namen als Scream-Queen nur teilweise gerecht wird, da sie ihren Stimmbänder nur in wenigen Situationen das von Fans heiß begehrte Geschrei entlocken darf und der Magier David Copperfield präsentiert nebenbei ein paar Standardtricks aus seinem Repertoire, wobei er hier von seinen späteren Knallern noch weit entfernt ist.
Insgesamt ein grundsolider Slasher der 80er ohne große Überraschungen, aber durchaus ansehbar.