Während einer Party lockt eine Clique von Medizinstudenten einen als Depp und Jungfrau verschrienen Kommilitonen in ein präpariertes Schlafzimmer, wo angeblich eine Angebetete auf ihn wartet. Das Ganze entpuppt sich als böser Scherz und die Angebetete als Leiche aus der Pathologie. Der Pechvogel hat einen Schock fürs Leben und landet schwer traumatisiert in der Klapse. Kurze Zeit später: Die Abschlussklasse der medizinischen Fakultät besteigt einen eigens für ihre Gesellschaft gemieteten Nachtzug nach Takka-Tukka-Land (oder so, interessiert kein Schwein). Alle sind verkleidet und haben sich in die irrwitzigsten Fummel geschmissen. Im Gewühl des Maskenballs verbirgt sich aber jemand, der der feiernden Meute nicht ganz so freundlich gesinnt ist…
TERROR TRAIN aka MONSTER IM NACHTEXPRESS – vom Regisseur von SCOTT & HUUTSCH, dem James-Bond-Abenteuer DER MORGEN STIRBT NIE und STOP! ODER MEINE MAMI SCHIESST – ist ein solider 80er-Jahre-Slasher im Fahrwasser von HALOOWEEN, der mit Hauptdarstellerin Jamie Lee Curtis (TRUE LIES, HALLOWEEN H20), der damaligen Scream Queen, sogar das Gesicht der Hit-Franchise verpasst bekommt. Jamie Lee kifft, säuft und ist um einiges reifer und geiler als in dem Carpenter-Klassiker. Der Film zeichnet sich aus durch eine spannende Grundstimmung und ein abstraktes Szenario. Der rollende Maskenball enthält illustere Latexmasken wie z.B. Gaucho Marx, einen verschrumpelten Mönch oder den Echsenmann aus SCHRECKEN VOM AMAZONAS. Doch nicht nur Maskenzauber, der Film bietet auch eine Menge Hokus Pokus, für den extra aus Las Vegas Special-Guest-Appearance David Copperfield (ja, der Ex von Claudia Schiffer) eingeflogen wurde. Der Magier spielt sich im Grunde selbst: einen Zauberer, der mit allerlei Karten- und Verschwindetricks für Stimmung sorgt. Seine Auftritte täuschen ziemlich geschickt über die eine oder andere Handlungslücke hinweg. Der Killer bewegt sich an Bord des Zuges wie ein Chamäleon. Ständig ist man am Rätseln, hinter welcher Maske er sich nun verbirgt. Es werden Kehlen durchgeschnitten, Säbel bohren sich in das Fleisch zugedröhnter Jungspunde und ein Kopf muss rollen. Alles nicht übertrieben blutig, aber durchaus ansehnlich. Bei TERROR TRAIN handelt es sich um den besten Horrorfilm an Bord eines Zuges neben MIDNIGHT MEAT TRAIN, NIGHT TRAIN MURDERS und HORROR-SEX IM NACHTEXPRESS. Da können MONEY TRAIN und PELHAM 123 schlichtweg einpacken.
Jamie Lee Curtis: (+)(+)(+)(-)(-)
David Copperfield: (+)(+)(+)(+)(-)
Body Count: 10
Fazit:
"Es fährt ein Zug nach Nirgendwo..." - Wird nur vom Horror mit der Deutschen Bahn übertroffen.
PS:
Auch wenn so ausgeschildert haben TERROR TRAIN und der fast 30 Jahre jüngere TRAIN mit Thora Birch im Grunde nichts miteinander zu tun.