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Die junge Jenna wird von ihrer Freundin Renee überredet, die anstehenden Feierlichkeiten zum 1. Mai gemeinsam mit ihrem Freund Michael und dessen Kumpel Ian in einer abgeschieden gelegenen Hütte an einem See zu begehen, die man von dem kauzigen Wade gemietet hat. Dieser begrüßt die Kids vor Ort erstmal mit selbstgemachtem Met und fetten Joints, und nachdem man ordentlich vorgeglüht hat, will man, bevor es ab zur Party-Location geht, noch den vorhandenen Komfort genießen und den von Wade selbst gezimmerten Sauna-Raum austesten. Zunächst steigt die Stimmung noch mit der Temperatur, doch nachdem der völlig zugedröhnte Michael einen Abflug gemacht hat, lässt sich die Sauna-Tür plötzlich nicht mehr öffnen und Ian, Jenna und Renee sind in dem Dampfbad gefangen. Da Wade gerade auf irgendeinem Hügel feuerwerkt, verhallen die Hilferufe der Kids ungehört und nachdem die mitgebrachten Wasserflaschen ausgetrunken sind kommt Panik auf, denn wenn es ihnen nicht gelingt, irgendwie wieder aus der Sauna zu entkommen, drohen Dehydration, Hitzschlag und schließlich der Tod... Hot oder not? Scout Taylor-Compton und Tyler Mane aus Rob Zombies "Halloween"-Remake-Gurken sollen als bekannteste Namen im Cast wohl ein paar Zuschauer für diesen Low-Budget-Streifen aus Georgien locken, doch rückblickend betrachtet ist es eher der Name von Co-Regisseur Levan Bakhia, der einen hier interessieren könnte, denn der hat ein paar Jahre später doch den ziemlich beachtlichen "Landmine Goes Click" gemacht und seinem nicht gerade als große Kino-Nation bekannten Heimatland damit zu einem kleinen Terrorfilm-Hit verholfen, der mir immer noch im Gedächtnis nachhallt. Ob man den hierzulande umständlich betitelten "Hot 247°F - Todesfalle Sauna" ebenfalls auf längere Zeit in Erinnerung behalten wird, wage ich allerdings mal sachte zu bezweifeln... und falls doch, dann höchstens aufgrund des präsentierten Survival-Thriller-Szenarios, welches an banaler Alltäglichkeit kaum mehr zu überbieten sein dürfte, auch wenn das hier zugegeben nicht der erste Film ist, in dem ein paar Leute in einer Sauna festsitzen und sich langsam zu Tode schwitzen, denn 2004 gab es ja bereits "Das Chaos Experiment". Da die Prämisse hier aber nochmal auffallend unfilmischer gehändelt wird, als es bei jenem besagten Streifen bereits eh schon der Fall gewesen ist, gibt es hierzu nicht viel mehr zu sagen, außer dass man daraus eventuell lieber 'nen knackigen Kurzfilm hätte machen sollen, anstatt eine echt unspannende Genre-Fingerübung beinahe schon mit Gewalt auf über 80 Minuten zu strecken. Die erste halbe Stunde wird da mal gepflegt mit dem üblichen Teenie-Krempel vergeudet, die restliche Laufzeit gehen sich die Kackbratzen gegenseitig an die Kehle und dem Zuschauer auf den Sack und das einzige, was einen da bei der Stange hält, ist die Frage, wieso sich die Tür zur Sauna plötzlich nicht mehr öffnen lässt und ob da vielleicht irgendein Psychopath oder sogar Geister ihre Wichsgriffel im Spiel haben könnten. Die tatsächliche Auflösung ist dann aber durch und durch irdisch, absolut plausibel und mal echt Darwin-Award-würdig... aber halt eben nix, woran man einen kompletten Film dran aufhängen kann, ey! Ach ja, die Behauptung "based on true events" im Vorspann bezieht sich darauf, dass es tatsächlich mal ein paar Teenager fertiggebracht haben, sich von einem dusseligen Kumpel mehrere Stunden lang in einer Sauna einsperren zu lassen, auch wenn damals wohl keiner hopsgegangen ist. Mein Tipp: Im Doppelpack mit dem etwas besseren "Snowbound - Gefesselt & Gequält" für einen langweiligen, heißkalten Filmabend reinziehen...

3/10

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