Im Jahr 1956 reist Marilyn Monroe nach London, um in einem Film von Laurence Olivier die Hauptrolle zu spielen. Schon nach wenigen Tagen hinkt die Produktion dem Zeitplan hinterher & der Regisseur ist dem Wahnsinn nahe. Schuld ist natürlich die frischvermählte Monroe, die auf Method Acting schwört (ihr Coach ist immer präsent), ihre Figur aber nicht fühlen kann & sich deshalb auch den Text nicht merkt. Außerdem ist der Weltstar sehr unsicher, voller Ängste & Selbstzweifel, wirft Pillen ohne Ende ein & schlürft gerne Alkohol. Nur zum dritten Regieassistenten, einem Neuling im Filmgeschäft, fasst sie Vertrauen.
Ein sehr guter Film von Simon Curtis, getragen von einer überragenden Michelle Williams als MM & bis in die Nebenrollen glänzend besetzt (u. a. Kenneth Branagh, Eddie Redmayne, Judi Dench, Toby Jones, Julia Ormond, Emma Watson). Ob sich das alles so zugetragen hat, ob die Monroe wirklich so war oder ob sich Colin Clark, auf dessen Memoiren der Film basiert, vieles aus den Fingern gesogen hat, spielt für mich keine Rolle. Das ist ja keine Dokumentation, sondern ein Spielfilm, der trotz aller Tragik auf vergnügliche & nostalgische Weise zeigt, wie diese eine Woche verlaufen sein könnte.
7,5/10