Review

Naturschützer finden im Dschungel Atommüll, der in den Flüssen entsorgt wird. Der heimische Richter möchte davon aber nichts wissen und geht weiter seinen Korruptionen nach. Bis das Dorf von einem mutierten Killerkrokodil überfallen wird.

Der Mörderalligator ist italienischer Tierhorrortrash der etwas besseren Sorte. Zwar bemüht man sich hier mal wieder vornehm um einen gesellschaftskritischen Hintergrund, Bioabfall da, Hippienaturschützer dort, die bei all ihrer Konsequenz sogar den Tod des Krokodils verhindern wollen. Dass das allesamt sehr aufgesetzt wirkt, muss man in Anbetracht dessen, das es sich hierbei um Tierhorror handelt, nicht erwähnen. Tierhorrorfilmen haftet ja ohnehin schon das zweifelhafte Prädikat Trash an und so ist auch bei diesem Ende der 80er erschienenen Filmes. Die Aufnahmen wurden womöglich, der Authentizät wegen in der Domrep. gedreht. Zumindest entsteht dabei so etwas wie ein Hauch Atmosphäre, auch wenn hier alles ziemlich hervorsehbar ist. Die Charaktere sind ins Mindeste gezeichnet, Symphatiefiguren also ausgeschlossen, zumindest sind sie aufgrund ihres ausreichenden Talents nicht unfreiwillig komisch. Unfreiwillig komisch ist da schon eher die Darstellung unseres Modellkrokodils, dass zwar ganz ordentlich modelliert ist und auch recht realistisch anzusehen ist, aber eben so starr wirkt wie eine Puppe. Vermeintlich hatte man gerade mal das Budget um dem Kumpel einen Bewegungsmechanismus im Maul einzubauen, denn Fressen ist hierbei natürlich das wichtigste. Ansonsten liegt das vermeintliche Krokodilchen mehr Leichenmäßig im Wasser, wenn es nicht besser ginge benutzte man halt mal Realaufnahmen. Dabei merkt man natürlich auch den Unterschied, vorallem im Grössenverhältnis. Macht aber alles nichts, denn es ist ja Trash, Tierhorror und dazu noch aus Italien. Und deswegen geht das Ganze auch derbe blutig zur Sache.

Fazit:
Solider Tierhorror mit gut modellierten Krokomodell. Da ist ne menge Gore, wie Trashunterhaltung genauso vorhanden wie nicht vorhandene Logik oder tiefschürfende Dramatik. Typische Samstagnachmittagskost für Anspruchslose.

62%

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