Inhalt:
China, wohl in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Der dickliche Schweine-Metzger Lam Sai Wing (Ng Ming-Choi aka Ming Tsai-Wu), genannt Ah Wing, und der schlacksige Fisch-Verkäufer Ah Tang (Hon Kwok-Choi), sie sind echte Kumpels..., doch gibt es auf dem Markt immer wieder reichlich Ärger.
Die Schläger des KungFu-Meisters Woo Ching Cheng (Lee Hoi San), allen voran Ma (Addy Sung), versuchen, die beiden zuusammenzuschlagen.
Die beiden wehren sich aber nach Kräften..., und können die Angriffe stets noch abwehren, auch als ein neuer Schläger (Tang Yen-Tsan) von Woo Ching Cheng auftaucht. Ma werden die Schienbeine zertrümmert, dem neuen Schläger wird das Gesicht verbrüht.
Dennoch brauchen die beiden Hilfe..., und bitten den KungFu-Meister Ling (Jason Pai Piao), sie zu unterrichten. Der bringt die beiden erst mal zu Räson.
Später wird er jedoch ihr Sifu..., und ein ausgiebiges Training in KungFu steht an.
Woo Ching Cheng..., ist in den Drogen-Handel verstrickt..., und für die 3 Helden wird es zunehmend immer brenzliger, zumal die Polizei korrupt ist.
Schließlich kommt es zwischen Woo Ching Cheng und Master Ling zum Duell..., und Ling überlebt nur schwer verletzt.
Dann stellt Woo Ching Cheng letztendlich Ah Wing und Ah Tang zum brutalen Show-Down..., ein erbarmungsloser Kampf auf Leben oder Tod.....!
Fazit:
Im Jahre 1979, in der Blüte-Zeit des komödialen KungFu-Films, entstand diese insgesamt sehr unterhaltsame Eastern-Komödie unter der Regie von Gam Ming und Luk Pak-San für das Studio "First Films" in Hongkong..., ein flotter KungFu-Actioner mit einem illustren Helden-Duo.
Die Atmosphäre ist gediegen-nüchtern..., typisch für eine KungFu-Komödie mit dem Gehöft auf der umzäunten Wiese, Teppich-Klopfstange und Bergen im Hintergrund, für das obligatorisch exzessive Training.
Und die Story ist einmal mehr einfach gehalten..., zwei Buddies, ein Sifu..., und ein Bösewicht. Und die beiden Helden müssen erst so richtig KungFu erlernen..., um gegen den -natürlich unbesiegbar erscheinenden- bitterbösen Villain bestehen zu können.
Routiniert mündet denn die relativ strikt umgesetzte und fast banal wirkende Story denn in eine umfassende physische Ausbildung und einen zweigeteilten, gedehnten Show-Down, viel KungFu-Training und -Action.
Da hat "Butcher Wing" eigentlich alles an Stereotypen..., und was die Fans des Genres verlangen.
Und so bietet der Streifen nicht viel neues..., und unterhält den Eastern-Freund auf routinierte Weise.
Speziell ist hier das Helden-Duo..., ein dicklich-kompakter, kleiner und fast "murksig" aussehender Typ, und ein dürrer Einfaltspinsel, dessen IQ unter Zimmertemperatur zu liegen scheint.
Ng Ming-Choi und Eastern-Zappelphillip Hon Kwok-Choi..., ansonsten im Genre in anderen, auf ihren körperlichen Defiziten zugeschnittenen Rollenbildern zu sehen..., sind hier das überraschende Helden-Duo..., und wie zwei Helden sehen die beiden nun wahrlich gar nicht aus.
Doch hier beißen sie sich durch..., lassen sich nix gefallen..., und durch ihren Sifu verbessert sich nicht nur ihr KungFu..., sondern auch ihre körperliche Agilität und Power.
Der Film zeigt denn irgendwie: Die Ausbildung in KungFu..., kann aus jedem, der hart und konzentriert lernt und übt..., eine wahre Kampfmaschine machen, egal mit welchen körperlichen Voraussetzungen jemand startet.
Ng Ming-Choi trägt den Streifen als dicklich-kompakter Buddie, tapfer-taff lässt er sich nix gefallen. Und Hon Kwok-Choi sah ich nie so gut wie hier..., auch wenn er vom Zappel-Image hier natürlich nie so ganz los kommt.
Und die Figur des "Lam Sai Wing"..., er war einer der ersten Schüler des legendären KungFu-Meisters Wong Fei Hung. Und so ist denn die Rolle des "Master Ling" hier, die Darsteller Jason Pai Piao ausfüllt, eigentlich eben Wong Fei Hung, der große KungFu-Sifu.
Jason Pai Piao ist denn hier der in sich ruhende Anker für die beiden Helden, die auch irgendwie überdreht sind und erst mal "runter geholt" werden müssen. Jason Pai Piao spielt das entsprechend..., wohltuend abgeklärt, für die Helden, und für den Betrachter.
Lee Hoi San ist der für solche KungFu-Komödien obligatorische Villain..., kontrastierend hier grausam, brutal und skrupellos. Lee Hoi San..., in solchen Rollenbildern gestählt, spielt das mit aller Routine.
Eastern-Knautschgesicht Addy Sung und (eine echte Überraschung ihn hier zu sehen) Shaw-Leihgabe Tang Yen-Tsan, der Gaststar dieser Produktion, sind an seiner Seite..., agieren als Schläger.
Und Cheng Fu-Hung gibt in einer gehaltlosen Neben-Rolle einmal mehr den tumben Hünen.
Wichtigstes, wie immer, die KungFu-Action..., und das sind kernige, und immer härtere und dynamischere Fights mit anhaltender Laufzeit des Films.
Und das Training ist natürlich ein wichtiger Gesichtspunkt..., Jason Pai Piao puhlt den beiden Buddies die richtige Technik bei.
Hinsichtlich der KungFu-Action sind das Duell Lee Hoi San vs Jason Pai Piao, mit vielen Feinheiten..., und natürlich der Endkampf mit Lee Hoi San gegen Ng Ming-Choi und Hon Kwok Choi, fast ein Pas de Trois des KungFu -nicht ohne gelungene kleine Slapstick- und Akrobatik-Einlagen-, die Highlights.
Dynamische, intensive KungFu-Action mit Drive..., und es wird auch blutig.
Die KungFu-Action reißt denn einmal die Sache raus, in diesem Eastern mit seiner einfachen Story und seiner nüchternen Atmosphäre.
Sehr knappe, aber passable 7/10 Punkte kann sich "Butcher Wing" noch in meiner Bewertung redlich erfighten.