Review

Auf den Film „Tödliche Ferien/And soon the darkness“ kam ich überhaupt erst, als ich auf einer Horrorseite im Netz las, dass demnächst in Argentinien ein Remake mit sexy Amber Heard („Mandy Lane“) gedreht werden wird. Vorher wusste ich gar nichts von dem Film, der bisher in den USA und in GB auf DVD erschienen ist und von dem Team stammt, dass zum Großteil bei „Mit Schirm, Charme und Melone“ mitgewirkt hat (Terry Nation und Brian Clemens).

Der Film dreht sich um zwei englische Mädchen, die in den Ferien mit dem Fahrrad in Nordfrankreich unterwegs sind. Nach einer recht banalen Streitigkeit fährt eine der beiden, Jane (Pamela Franklin), schon vor, um später reumütig zu der Stelle zurückzukehren, an der sie sich von Cathy (Michele Dotrice) getrennt hatte. Nun ist diese verschwunden... die Situation wird aber immer unheimlicher, als ein vorgeblicher Polizist auch nach Cathy sucht und von einem Mordfall einige Jahre zuvor in der Gegend erzählt...

Der Film spielt gewissermaßen nur an einem einzigen Tag, bis zum Anbruch der Dunkelheit (And soon the darkness!) und der Angst von Jane vor eben der Dunkelheit, weil sie dann glaubt ihre Freundin gar nicht mehr wiederzufinden. Der Film ist gerade am Anfang eher in einem gemächlichem Tempo inszeniert und dennoch gelingt es Regisseur Robert Fuest, eine unheimliche und beunruhigende Atmosphäre zu schaffen. Und das, obwohl der Film im hellen Sommerlicht im Freien spielt. Zu der klaustrophischen Atmosphäre des Films gehört auch der undurchsichtige Polizist Paul, die Verständigungsschwierigkeiten mit den Einheimischen und die verstörenden Figuren in dem nahen Dorf.
Kurzum: ein feiner, spannender Thriller, der nicht alles neu und perfekt macht, aber eine gute Regie, gutes Drehbuch und gute Darsteller hat und dadurch sehenswert. Eine ziemlich runde Sache!

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