Als der Kräutersammler Xu eines Tages in große Gefahr gerät, eilt ihm eine geheimnisvolle Schönheit zu Hilfe. Diese ist jedoch keine gewöhnliche Frau, sondern ein Schlangendämon, welcher in Gestalt der Frau auftritt. Die Beiden verlieben sich ineinander, doch ihr Glück währt nur kurz, denn eine geheimnisvolle Plage bricht plötzlich über das Land herein. Als die dämonische Frau einen Zauber benutzt, um das Land zu retten, ruft sie den mächtigen Zauberer Fa Hai auf den Plan und der hat etwas gegen die ungleiche Liebschaft.
Die Geschichte um die weiße Schlange, einen Dämon der sich in einen Menschen verliebt, ist in China populäres Sagengut, das bereits schon zahlreiche Verfilmungen erlebt hat. Die Liebesgeschichte steht demzufolge auch hier im Mittelpunkt und fällt leider auch ziemlich klischeehaft aus. Dialoge aus der Kitschmatrix werden ausgetauscht und wenn nicht der Dämonenjäger Jet Li ab und zu vorbeischauen würde, wäre das Ganze eine sehr zähe Angelegenheit.
Auffallen tut hier am meisten allerdings der geradzu orgiastische Einsatz von CGI Bildern. Diese sind zwar teilweise wunderschön anzusehen, manchmal kommt man sich aber dabei schon wie in einem Computerspiel vor. Da müssen besonders die Charaktere drunter leiden, die dann oft zur Hintergrundstaffage degradiert werden. Wirklich gehaltvolles erfährt man kaum, selbst über die zentralen Figuren.
Gewöhnungsbedürftig auch mal wieder der, von mir inzwischen gefürchtete Hong Kong Humor, der hier leider ebenfalls zum Einsatz kommt. Spätestens als dann auch noch lustige sprechende Tiere ins Bild kommen, flog dann das imaginäre Popcorn gen Bildschirm. Auch Jet Li kann da nicht mehr viel retten. Martial Arts wird nur in geringem Maße eingesetzt, zu dem Zeitpunkt ging er ja auch schon stramm auf die 50 zu. Aber seine sparsamen Einsätz tragen auch nicht dazu bei dieser verworrenen Handlung einen Stempel aufzudrücken.
Für mich war das Erlebnis jedenfalls enttäuschend. Eine grandiose Optik allein macht eben noch keinen guten Film, wenn die anderen Komponenten dagegen deutlich abfallen. Alles wirkt furchtbar überladen und aufgebauscht, bietet aber kaum inhaltliche Substanz. Da hätte man mehr rausholen können.
4/10