Review

Ehrlich zugegeben ist das der erste Teil den ich von der Bloodfist Reihe zu Gesicht kriege, wobei ich auch nicht viele Actioner mit Don " The Dragon " Wilson gesehen habe. Produzent war Roger Corman mit seiner damaligen Firma New Horizonts. Trotz der Budgetknappheit sieht " Human Target " sehr ordentlich aus, auf richtige Sachschäden muss man halt verzichten. Anfängerregisseur Jeff Yonis leistet hier einen guten Job, obwohl es ihm noch an einem richtigen Stil fehlt. Auch am Drehbuch schrieb er mit, wobei er eher wenig Einfallsreichtum bewies. " Human Target " wurde sowieso gezielt für die Videovermarktung gedreht und wurde bisher noch nicht einmal im TV ausgestrahlt. Unser FSK 18 Tape ist nur ganz leicht gekürzt und noch sehr gut ansehbar, die drei Schnitte fallen kaum ins Gewicht, aber trotzdem wurde das Teil indiziert.
Story:
Jim Stanton ( Don Wilson ) erwacht aus dem Koma. Zuvor wurde ihm in den Kopf geschossen und so kann er sich nun an nichts mehr erninnern. Mit Hilfe von Candy ( Denice Duff ) kann er aus dem Krankenhaus fliehen, stets verfolgt von der chinesischen Mafia. Jim kommt bald dahinter dass es um einen Deal mit Plutonium ging, in welchen er verwickelt war. Auch NSA Beamter Drew Washington ( Steve James ) interessiert sich für das Zeug und so steht Jim bald zwischen den Fronten. Zudem kann er Niemand trauen, selbst Candy scheint irgend etwas mit der Sache zu tun zu haben. Jim hat zwar sein Gedächtnis verloren, doch keineswegs seine Kampffähigkeiten und so heizt er seinen Gegner mächtig ein.

Cormanproduktionen sind meist gar nicht mal übel, aber es fehlt halt an der Story. Hier setzt man mal wieder auf den ins Koma gefallenen Helden, der sich danach an nichts mehr erinnern kann. Diese Story wurde schon so oft durchgekaut, kommt aber hier trotzdem passabel daher, einige Wendungen mit inbegriffen, sogar ein bisschen Spannung lässt sich aufzeigen. Dass Jim natürlich gewinnt und gut dasteht, egal wer er mal war, dass dürfte Jedem von uns schon vorher klar sein.
Corman stellte hier nur ein sehr geringes Budget zur Verfügung, so gibt es hier nun mal keine großen Explosionen und Sachschäden, nur ein bisschen Inventar geht zu Bruch. Die verschiedenen Kulissen wirken etwas monoton, reichen aber aus. Man bedient sich der typischen Orte wie einem Lagerhaus, einer Kneipe, oder einem Wohnblock. Der Score bleibt dabei immer Standard, hat man ziemlich schnell wieder vergessen.
Actionmäßig sieht es ganz ordentlich aus. meist prügelt sich Wilson durch seine Gegner durch, wobei die Choreographien ruhig noch mehr ausarten können. Nur selten gibt er richtig spektakuläre Moves zum Besten, aber die vielen Fights machen Laune und sein Können berweist er so trotzdem. Damit es nicht zu eintönig wird gibt es ab und an mal einen kleinen, meist aber blutigen Shootout mit hohem Munitionsverbrauch. Auf diverse Verfolgungsjagden musste wegen dem kleinen Budget komplett verzichtet werden, aber auch so wird der Actionfan reichlich bedient. Es gibt alle paar Minuten auf die Nase, so werden Längen ganz vermieden. Insgesamt kommt so gerade mal auf eine Länge von circa 80 Minuten, " Human Target " ist eben nur kurzweilige Unterhaltung.
Körperlich ist Don Wilson auch hier in Topform, nur bei der Mimik und Gestik hapert es hier. Aber er war noch nie ein Edelmime, hauptsache die Action stimmt. Steve James kommt hier weniger charismatisch rüber als sonst, übrigens ist dies seine letzte Rolle. Yuji Okumoto wirkt unterfordert. Alle Darsteller bewegen sich auf einem annehmbaren Niveau, ohne Totalausfälle.

Fazit:
Ordentlicher B-Actioner mit mittelprächtiger Story, doch um so mehr Gekloppe. Die Action stimmt und ist obendrauf gut inszeniert. Wilson tut auch hier was er am besten kann und so wollen wir ihn auch sehen. Action gut, Spannung mäßig, Darsteller befriedigend. Die Kulissen sind stimmig, der Score zu standatisiert. Gut ansehbar, bietet kurzweilige Unterhaltung, da gibt es wesentlich Schlechteres vom Don.

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