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Es gibt Schauspielerinnen, deren Rollen man nur im Gedächtnis behält, wenn sie mal wieder die Bluse fallen lassen. Leider ist Heather Graham eine von ihnen, und so macht sie auch in "Killing me softly" einiges was den Film, besonders beim Männlichen Zuschauer lange in Erinnerung bleiben lässt.

Alice (Heather Graham), eine junge Webdesignerin, trifft eines Tages auf dem Weg zur Arbeit den Extrembergsteiger Adam ( Joseph Finnes ). Die Anziehungskraft, die er nach diesem kurzen Augenblick auf sie ausübt, entlädt sich in einem Quickie in seiner Wohnung. Danach ist für Alice nichts mehr wie es vorher war. Sie verlässt ihren Freund, zieht zu Adam und heiratet ihn wenig später.
Immer wieder erhält sie Anrufe und Briefe, in denen sie vor Adam gewarnt wird. Als sie Zeuge wird wie Adam einen Handtaschenräuber halb tot prügelt ( unter Zuhilfenahme einer Telefonzellentür ), und sich auch Adams Schwester (Natascha McElhone) sehr merkwürdig verhält, beginnt Alice Nachforschungen über Adam anzustellen....

Man sollte meinen aus dieser zwar nicht unbedingt neuen Geschichte, ließe sich ein durchweg spannender Thriller formen. Leider legt Regisseur Kaige Chen das Hauptaugenmerk auf die Sexszenen zwischen Heather Graham und Joseph Finnes. Dadurch rückt nicht nur die Handlung in den Hintergrund, sondern der Zuschauer wird auch recht schnell gelangweilt. Denn dass man einen Thriller mit zu vielen Sexszenen auch kaputtmachen kann, dürften auch Madonna und Willem Dafoe seit "Body of Evidence" wissen.

Die Darsteller spielen zwar alle recht annehmbar, aber insbesondere Joseph Finnes Dauergrinsen geht doch mit der Zeit gewaltig auf die Nerven. Heather Graham, die sicher keine Ausnahmeschauspielerin ist, spielt ihrem Talent angemessen, und darf eben hauptsächlich durch ihr mehr als ansprechendes Aussehen überzeugen. Das reicht aber eben nicht um so etwas wie Sympathie oder Mitgefühl mit der Rolle der ängstlichen Ehefrau zu bewirken.
Auch Natascha McElhone bleibt erstaunlich blass und darf erst zum Ende hin etwas aufdrehen.

Fazit:
Ein Film, der sehr viel Potenzial verschenkt, dadurch, dass er sich zu einem Standard Erotik-Thriller degradieren lässt, der eigentlich nicht wirklich erotisch wirkt. Auch Spannung will nicht aufkommen und die Auflösung der Story ist doch recht vorhersehbar, deshalb 4 von 10 Punkten.

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