Story: John (Chow Yun-Fat) hat sich verpflichtet seinem „Förderer“ 3 Auftragsmorde zu erledigen. Doch beim letzten Auftrag (erschießen eines Kindes) bekommt er Gewissensbisse und bricht ab. Als Folge muss er fliehen weil jetzt andere Killer auf das Kind UND ihn gehetzt werden. Die einzige Hilfe ist, gezwungenermaßen, eine Passfälscherin (Mira Sorvino).
Hm, dieser Film hätte ein Hit werden können, zumindest für mich. Ich mag schon die alten HK Filme wo Fat einen schweigsamen Killer mit Moral spielt – was mich da immer nervte war aber die typische asiatische Eigenart komödiantische Einlagen einzubauen. Jetzt in einem US Produkt ähnlicher Machart war klar das diese Nervteile nicht mehr drin sein werden und so war ich voller Hoffnung. Doch leider wurde dafür eine US-unart eingebaut L.
Es nervt das nach USmanier wieder mal eine Person über sich hinauswächst und dinge schafft die man ihr nicht zutraute – das wäre nicht schlimm wenn es nicht wie hier total unglaubwürdig und lachhaft übertrieben wäre. Ich meine damit die zierliche Passfälscherin die auf einmal voll in jeder Ballerei dabei ist und eiskalt selbst denn bösen Überkiller fertigmacht… Mit dem Übertreiben hat es dieser Film sowieso – so wird jeder Killer als überlebensgroß eingeführt und grundsätzlich von unten gefilmt um groß und mächtig zuwirken. Das mag ja ein allgemein gültiges Stilmittel sein doch wenn zB Fat die erste hälfte des Films NUR von ca. Kniehöhe gefilmt wird hängt es einem zum Hals raus und man frägt sich ob die Macher auch etwas anderes können. Dazu noch „ultracoole“ Szene wie zB Fat dreht sich in Zeitlupe und erschießt 3 Kerle in völlig verschiedenen Richtungen…wie nett das die nacheinander gekommen sind…na ja wer es mag. Relativ am Schluss sieht man noch folgendes „Wunder“: Danny Trejo steht oben auf einem Dach und schießt auf Fat weiter unten der versucht die Treppe an der Außenwandnach oben zu kommen. Auf einmal steht Fat HINTER ihm und knallt ihn ab… Wie er HINTER ihn gekommen ist weiß keiner so recht. Dazu überleben Fat/Tussi manchmal nur durch merkwürdigstes Verhalten der „Bösewichte“ – teilweise Unlogik pur. Gut gefallen hat mir das der Film konsequent als Action/Ballerfilm gemacht und durchgezogen wurde. Keine Nebenhandlung, keine großen und pseudocoolen quatschszenen a la Tarantino… sondern einfach härtere Action die wie eine durchgestylte (wenn auch bei weitem nicht so blutige) Version von zB „The Killer“ wirkt. Für Fats ersten USFilm war die Absicht ihm eine Rolle zu geben die er kennt und ohne viel Gerede weil er mit dem englischem noch Probleme hatte – und genau das wurde erreicht. Die darstellerischen Leistungen sind auch völlig ausreichend und okay.
Kurzfazit:Ballerfilm der ideale Möglichkeiten hätte aber leider durch Unlogik, einen unglaubwürdigen Charakter und teilweise nervende Kameraführung Punktabzüge bekommt.