Caterer Fuad Ramses III gerät in den Bann einer ägyptischen Statue, und will auf einer grossen Hochzeit ein besonderes Buffet anrichten. Vorher tötet er aber schon einige junge Mädchen auf grausamste Art und Weise. Doch die Polizei ist ihm schon auf der Spur, wird es ihm trotzdem gelingen, sein Blutbad durchzuziehen?
Auf den ersten Blick scheint Blood Feast Part Deux ein ziemlich doofer Film zu sein. Das beginnt bereits mit dem Teaser in dem sich zwei obdachlose Spackos aufgrund Ishtars rotem Licht gegenseitig die Gedärme aus der Wampe puhlen und gegenseitig verspeisen. Es geht weiter mit Schauspielern die dermaßen overacten als wärens alle Verwandte von Tom Gerhardt, außerdem gibts Dialoge die an Dämlichkeiten sämtliche Geschmacksgrenzen ausloten. Aber irgendwann merkt man als Zuschauer, das Herschel Gordon Lewis diese "Stilmittel" mit voller Absicht anwendet. Spätestens wenn man sich irgendwann darauf eingestellt, kann man den Film anfangen zu genießen, das Antischauspiel der beiden Policemen ist keine thespische Hilflosigkeit sondern gnadenloses überspitzen sämtlicher Polizeiklischees. Der Film hat zwar einige Längen aber dafür auch einige Lacher auf seiner Seite, kein laugh-a-minute aber durchaus unterhaltsam, insegesamt eine akzeptable Splatterkomödie, die spätestens mit dem Gag über aufgetauchte Vermißte losgeht, allein die Namen der Protagonisten: Misty Morning, Miss Treater oder Michael Myers zeigen deutlich den parodistischen Vordergrund vom Lewisschen eigenen Remake vom 63er Original Blood Feast. Ein partytauglicher Film in bierseliger Runde allemal.
6/10