(enthält Spoiler)
Ein unterhaltsames B-Filmchen nach Schema-F, in dem der Held als wackerer Bombenspezialist nicht nur mit privaten Problemen zu kämpfen hat, sondern auch gleich noch einer terroristischen Gruppe auf die Spur kommt, die mit einer mächtig einfallsreichen Idee für Angst und Schrecken sorgt.
Das wäre längst nicht mehr erinnerungswert, wenn es neben der Grundidee nicht auch noch Pierce Brosnan der Hauptdarsteller wäre, der nun sowohl Bond als auch gutausehend ist und dem Film mehr Charme verpaßt, als er in drei Filmen für den britischen Geheimagenten übrig hatte.
Tatsächlich ist die Idee von der wasserähnlichen Flüssigkeit, die Menschen sprengen kann, wenn man sie trinkt, fast schon allein abendfüllend, wird sie doch in Form einer ganzen Reihe von vorzeigbaren Explosionen dargestellt. Der Plot dahinter ist recht durchsichtig und wird nur durch die Querschüsse von Brosnans Charakter, der hinter seiner Exfrau herhechelt verkompliziert.
Ist aber immer schön dramatisch aufgerüscht, wenn die Opfer anfangen zu zittern, die Augäpfel sich rot färben und die Sprengung naht. Da kocht es aus den Poren, da reißen die Adern und die FX-Leute dürfen endlich mal was Neues machen. Leider gerät der Showdown zu einer schwächelnden McGyver-Show, wenn Brosnan mit Selbstgebasteltem die Terroristen abwehrt. Weswegen der Bad-Man Nr.1 sich schlußendlich selbst zu einer lebenden Bombe macht, bleibt wohl sein Geheimnis, denn allein der Sturm auf das Haus war in der Anlage hirnlos genug. Aber wenigstens treten hier alle mit einem Kanonenschlag der netten Art ab, der visuell Freude macht.
Trotzdem bleibt der Film kurzweilig und erinnerungswürdig, weil er nicht nur bekannte Bilder wiederkäut und darüber hinaus sehr konzentriert wirkt. Flotte 80 Minuten, dann ist der Spuk vorbei und man ist passabel unterhalten. Ich mecker ja auch gar nicht... (6,5/10)