Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 13.09.2013*

Ein nicht ganz reizloses, am Ende aber doch arg verquaspeltes Mystery-Puzzle, das eine Traum- und Realitätsebene zu einem Uhrwerk verzahnen will, dabei aber an einigen Stellen ein paar Rädchen vergessen hat. An vielen Stellen wirkt Coppolas durchaus ambitioniertes Werk wie nicht zu Ende gedacht oder wie eine reine Skizze zur Sammlung von Ideen. Kilmer ist als drittklassiger Romanautor trotz (oder in diesem Fall gerade wegen) seiner aufgedunsenen Gestalt ideal besetzt, so gut hat man ihn wohl seit „The Salton Sea“ nicht mehr spielen sehen, aber auch er hat unter der uneinheitlichen Regie zu leiden. Die Kamera fängt einige perspektivisch und beleuchtungstechnisch sehr interessante Bilder ein, stilistisch werden die Traumszenen zudem mit Colorkey-Technik farblich ausgeblasst, um lediglich Signaltöne aus dem Spektrum gelb bis rot zuzulassen. Derartige Spielereien halten das Interesse aufrecht und vor allem geben sie symbolische Bedeutsamkeit vor, so dass man auf einen Moment hofft, in dem sich alle Stränge logisch einem Ganzen fügen. Das abrupte Ende aus dem Stegreif begräbt diese Hoffnungen allerdings und lässt das Gefühl zurück, dass die vielversprechenden Bauteile in anderen Händen geschickter jongliert worden wären.

*weitere Informationen: siehe Profil

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