Ein Kannibalenfilm aus deutschen Landen? Wie soll so was denn funktionieren? Das dachte ich, als ich mit meiner Freundin gestern im Kinosaal saß...
Ein junges Model ist auf dem Weg zu einer Geburtstagsparty für ihre kleine Schwester, die auf einem Zeltplatz stattfinden soll. Als sie sich aber verfährt, gelangt sie in eine alte Fabrik in der Kannibalen ihr Unwesen treiben.
Ja, eine solche Geschichte kommt aus Deutschland, man mag es kaum glauben. Nach vielen Überredungskünsten konnte ich meine Freundin überzeugen diesen Film auszuwählen, schließlich war es sogar die Erstaufführung des Films.
Nach kurzen einleitenden Worten der Produzenten wurde der Film auch flott gestartet. Nach den ersten Minuten sah man bereits, dass es sich um eine kleinere Filmproduktion handelt. Die Schauspieler gingen in Ordnung, einzig die Hauptdarstellerin stach in einigen Szenen sehr positiv heraus und entwickelte sich zur wahren Scream-Queen (wörtlich gemeint). Die restlichen Darstellerinnen überzeugten eher durch ihr mal mehr, mal weniger bekleidetes Aussehen.
Was mich wunderte war, dass der Film nicht besonders viel auf Splattereffekte setzte, wie man es eigentlich von den alten Kannibalenfilmen gewohnt war. Es gibt zwar eine handvoll fiesere Szenen, diese halten sich aber auf einem seichten Niveau.
Das Ende allerdings hat sich etwas gezogen und das Finale war etwas abrupt.
Insgesamt kann man sagen, dass hier mit wenigem Geld einiges geschaffen wurde. Auch wenn der Film sicherlich nicht für Jedermann (oder eher für Jedersfrau) sein wird, kann man ihn Horrorinteressierte mit ruhigem Gewissen empfehlen.
06 von 10 Maden