„Cannibal Diner“ hört sich erst mal schlimmer an als es dann tatsächlich ist. Die Grundzutaten stimmen eigentlich. 6 vernünftig aussehende Mädels, dazu kommt als Schauplatz, der Wald und eine Ruine eines alten Industriegebäudes (zerschlagene Fenster, dunkle Ecken usw). Sollte man eigentlich was draus machen können.
Es gelingt Regisseur Frank W. Montag, bei seiner zweiten Regiearbeit, nur teilweise zu überzeugen. Die Story an sich ist wunderbar nur fehlt es teilweise an Atmosphäre und Spannung. Die Szenen im Wald oder dann der größte Teil des Filmes in der Industrie-Ruine, schaffen es leider nicht diese bedrohliche Atmosphäre einzufangen bzw. nur in manchen Teilen des Filmes. Wenn es mal was spannendes gibt, dann wird es so unnötig in die länge gezogen, das es schon wieder langweilig wird. Vor allem am Schluss, wo Kati mit dem Nachtsichtgerät im Dunkeln läuft, mindestens zehn Minuten und in den zehn Minuten passiert nichts. Sie rüttelt nur an Türen. Dazu kommen noch die Unterbrechungen, wo nur kurz ein schwarzer Bildschirm zusehen ist. Gute Methode um Spannung aufzubauen aber hier wurde es übertrieben. Wieder der Schluss, in dem ständig die Szene unterbrochen wird und dann doch nichts passiert. Da hätte doch einfach mal was sein können und wenn es nur eine Puppe gewesen wäre von der man sich erschreckt hätte.
Der Film punktet leider nicht mit Spannung. Dann sollte er doch zumindest mit Brutalität punkten können. Sind ja immerhin Kannibalen. Ach hab vergessen, der Film ist FSK 16. Ich kann auf die Brutalität und Splatterszenen gerne verzichten, wenn der Film spannend ist. Da dies aber nicht zutrifft, hätte man es ja zumindest bisschen mit Blut versuchen können zu berichtigen.
Überzeugen konnte auf jedenfall Alexandra Lesch als Kati, sie hat es wenigstens geschafft bisschen Horror in diesen Film zu bringen. Eine solide Leistung und sie war voll und ganz dabei, was man von den anderen Damen nicht unbedingt behaupten kann. Gut, man muss auch zugeben, die anderen Damen waren schnell weg, also wurde der Film ausschließlich von Alexandra Lesch getragen und das hat sie wirklich gut gemacht.
Fazit:
Mittelmäßiger, deutscher Horrorfilm, in dem wesentlich mehr Potenzial war, als gezeigt wurde. Für zwischendurch ist der Film ok, für große Filmabende eher Finger weg.