Doug Glatt ( Scott) ist Türsteher, ist er nicht der hellste ist das beste was er tun kann Leute zu vermöbeln. Wenn er nicht gerade eben das tut, liebt er es mit seinem besten Kumpel ( Jay Baruchel) sich Eishockey anzuschauen. Als er durch Zufall bei einem Eishockeyspiel der Ortsansässigen "Assassins" zuschaut, gerät er als Zuschauer in einen Kampf gegen einen der Spieler des Gegnerischen Teams... Als er diesen vermöbelt wird der Trainer der " Assassins" auf ihn aufmerksam... er wird zu einem Probe Training eingeladen. Er überzeugt weniger durch seine Eishockey Fähigkeiten als durch seine Schlagkräftigkeit.
Schnell wird er zum wichtigsten Mann des Teams und es dauert nicht lange bis er transferiert wird und zwar zu der Mannschaft aus Halifax. Dort soll er dem Top Star La Flemme ( Marc Andre Grondin) den Rücken frei halten. Unter dem ehrgeizigen Coach Ronnie Hortense ( Kim Coates) steigt er auch hier schnell zur Ikone auf... sind seine Fäuste härter als Stahl und sein Schädel dicker als Beton. Da ist es nur eine Frage der Zeit bis es zum Showdown kommen muss zwischen ihm und dem übelsten Schläger der Liga... Ross " The Boss " Rhea ( Liev Schreiber)...
Beruhend auf einer wahren Begebenheit, macht der Film recht schnell klar das er kein ernsthaftes Eishockeydrama sein will, sondern als Komödie aufgebaut ist, was in anbetracht der Geschichte auch ganz klar die beste Entscheidung ist bei dem Stoff.
So dreht sich der Film weitestgehend wirklich um die Rolle des Doug Glatt und seine Prügeleien auf dem Eis. Es ist wirklich kaum interessant wie die Spiele ausgehen, einzig allein interessant wie Doug seinen Gegnern auf die Rübe haut. So hebt sich der Film gekonnt von anderen Filmen welche sich mit der Thematik Eishockey befassen ab. Dennoch schafft es der mir bis zu diesem Film unbekannte Regiesseur Michael Dowse wirklich gute Stadionszenen zu inszenieren. So sind die Aufnahmen von den Ausverkauften Stadien wirklich gut gelungen und die Eishockeyszenen können sich wirklich sehen lassen.
Zudem wird gut der Kontrast zwischen Dougs normalen Leben, mit religiösem Vater ( Eugene Levy, welcher etwas verschenkt wird) schwulem Bruder und der Suche nach Liebe gezeigt. So ist sein Charakter ein wirklich netter unschuldiger, naja nicht ganz heller Zeitgenosse welcher wirklich brav daherkommt. Wenn er dann aber auf dem Eis steht zur Kampfmaschine wird.
Sean William Scott macht seine Sache dabei recht solide, hat er in anderen Produktion den ein oder anderen doch eher flapsigen Spruch auf den Lippen ist er hier in dieser hinsicht wirklich die Unschuld vom Lande. Auch in den Actionreichen Prügelszenen macht er keine schlechte Figur und kann im Finale überraschend gut überzeugen.
Trägt er den Film weitestgehend als Hauptcharakter machen aber auch einige andere Darsteller ihre Sache wirklich gut.
SInd einige Blödeleien von Jay Baruchel ( welcher auch für das Skript verantwortlich war) manchmal doch etwas zu platt... bei dem ein oder anderen Spruch muss man dann doch manchmal schmunzeln.
Kim Coates als Trainer wirkt wirklich extrem realistisch und geht voll in seiner Rolle auf, so das es wirklich spass macht ihm zuzuschauen.
Liev Schreiber als Gegenpart wirkt cool genug damit man ihm seine Rolle abnimmt und Marc Andre Grondin überzeugt nicht nur durch siene Eishockey szenen sondern auch durch sein Schauspiel.
Allison Pill als Love interest spielt ganz nett, ohne aber wirkliche Akzente zu setzen.
Der Humor des Films schwankt dabei zwischen einigenem Fäkalhumor einlagen bis hin zu wirklich amüsanten Szenen.
Was ebenfalls sehr überraschend ist, ist die Tatsache das es hier doch recht brutal zugeht, was ich dem Film nicht zugetraut hätte. So fliesst doch schon eine wirklich ansehnliche Menge an Blut über den Bildschirm, was so wohl kaum zu erwarten gewesen ist, vorallem im Musikalisch erstklassig unterlegtem Showdown geht es wirklch ordentlich zur Sache.
Fazit:
Ein netter Film welcher nicht nur für Eishockeyfans anschaubar ist. Wie weit hier zur wahren Geschichte um den realen Ex Eishockeyspieler Doug " The Hammer " Smith hinzugedichtet wurde kann ich nicht sagen, aber spass machts trotzdem. Wären einige der Witze nicht ganz so flach, wäre meine Note wohl etwas höher ausgefallen. So bleiben unterm Strich solide 6,5 Punkte.