"Von den Machern von Inside & Die Meute", damit wirbt der
Covertext von Livid, einer weiteren Horrorgurke aus
Frankreich. Doch von Anfang an:
Die an Iris-Heterochromie leidende" Beate sucht mit den beiden
Einbrecherzwergen Lollek und Bollek im Haus der im Koma liegenden Ballerina Herta nach einem Schatz. Für alle die sich nun fragen welchen Film ich gesehen haben muss um so eine kurze Inhaltsangabe zu verfassen möchte ich sagen:
"Immer wenn ich mich langweile spinne ich mir meine
eigenen Filme zusammen!" (Homer J. Simpson)
Es gibt eigentlich nichts, was mich beim Betrachten dieses abstrusen Streifens nicht auf die Palme gebracht hat. Die schauspielerische Leistung der beteiligten Protagonisten kann man nur als schlechten Scherz bezeichnen, es gibt etliche völlig sinnfreie Szenen die in meinen Augen nur dafür da sind um den Film in die Länge zu ziehen.
Als gutes Beispiel nehme ich hier die drei Kinder mit ihren schaurigen Halloween-Verkleidungen...WtF???
Livid gibt sich alle Mühe den Betrachter völlig im Dunkeln zu lassen und gibt somit ganz viel Interpretationsspielraum...den man aber nicht unbedingt nutzt wenn man sich -wie ich- fragt was dieser ganze Scheiss überhaupt soll.
Was hat es mit den Skalpell-Mädels auf sich?
Wieso schwebt das Haus mitten in der Nacht im "Nirvana"?
Wieso ist die Tochter ein Vampir?
Wieso bleibt die kleine Pummelfee bei der böse Lehrerin?
Wieso habe ich kein Nickerchen auf der Couch gehalten und mir stattdessen diesen Mumpitz angetan?
Möglicherweise fehlt mir für solch tiefgreifende Filme wie Livid einfach nur das gewisse Etwas, vielleicht konnte ich diesen Schund nicht als großes Ganzes sehen und tue ihm totales Unrecht...was ich allerdings nicht glaube. Vielleicht darf ich bei der total beknackten Szene, in der die Lehrerin ihre Tochter "durchbricht" nicht laut lachen sondern muss eher Betroffenheit vorgaukeln, vielleicht versteckt sich in Zelluloid-Abfall wie Livid, Inside oder Martyrs eine gesellschaftliche Kritik die mir verborgen bleibt... vielleicht war ich gestern (auf einem Sonntag) aber auch einfach nicht betrunken genug um Spaß mit diesem Dreck zu haben.
Fakt ist, das ich mit Livid 95 Minuten meiner Lebenszeit vergeudet habe die mir niemand zurückgeben kann...wenn ihr euch das ersparen wollt dann macht lieber einen großen Bogen um "Das Blut der Ballerinas"!
Ach ja, die zwei Punkte gebe ich aufgrund der soliden Technik der Blu-Ray, Bild und Ton sind wirklich sehr gut...was man von den "Special-Effects" nicht unbedingt behaupten kann.