Review

Ich habe nach all den Vorschusslorbeeren und den guten Kritiken wirklich einen tollen Actionfilm erwartet und war sehr gespannt, was mich bei "The Raid" erwartet. Jetzt, wo ich diesen Film gesehen habe, muss ich sagen, ich verstehe keine der Filmbewertungen, die sich vor Lob überschlagen und diesen Film in den Himmel loben, als hätte es nie etwas Besseres gegeben. Im Gegenteil, ich war regelrecht entsetzt, was ich da gesehen habe, ich war aber genauso entsetzt, dass das das "Maß aller Dinge" sein soll, was es derzeit auf dem Actionmarkt gibt. Die Story ist so tumb und so schwach, ein einfach gestricktes Videospiel wie z.B. "Street Fighter" hat nicht mehr zu bieten. Eine Eliteeinheit marschiert in ein Haus voller Schwerverbrecher, stellt sich dabei mitunter saublöd an und dann werden sie nach und nach dezimiert, nur einer bleibt am Ende übrig, um auch in einer Fortsetzung agieren zu können. Zugegeben, die Actionszenen sind toll choreographiert, aber schon die Brutalität ist abstoßend. Und das schreibe ich, obwohl ich eigentlich wirklich auf Action stehe, die auch mal blutiger ausfällt. Mein Nickname ist nicht willkürlich gewählt. Aber hier wird die Grausamkeit mitunter derart auf die Spitze getrieben, dass sie nur noch reiner Selbstzweck ist.


Was bleibt sind 90 Minuten Dauergeballer und Dauergetrete mit Gewaltspitzen im Minutentakt, Spannung kam für mich wirklich an keiner Stelle auf und ich war froh, als der Film dann vorbei war. Empfehlen kann ich den Film niemandem, für mich der seit langem schlechteste Film, den ich gesehen habe.

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