Die Cinema nannte Hudson Hawk seinerzeit „Edel-Trash“ und das trifft es sogar recht genau. Teilweise völlig überdreht, mit gut funktionierender Chemie zwischen Bruce Willis und Danny Aiello, macht die erste Dreiviertelstunde noch am meisten Spaß.
Aber die schrägen Figuren von James Coburns „Vollmilch-CIA“ halten den Zuschauer bei Laune, wobei ein junger David Caruso mit seinen Verkleidungen mein persönlicher Favorit ist. An exzentrischen Charakteren (auch wenn sie recht eindimensional sind) mangelt es hier wirklich nicht.
Die Produktion soll ja ein ziemliches Chaos gewesen sein und in den USA wurde der Film ein Flop, so das sich der hiesige Verleih genötigt sah, wenigstens eine lustige Synchronisation anfertigen zu lassen (leider konnte ich es nicht herausfinden, aber ich würde wetten, das Rainer Brandt dahintersteckt), die zwar kaum noch dem Original entspricht, aber einem alten Bud Spencer/Terence Hill-Fan teils immer noch die Lachtränen in die Augen treibt.
Der Soundtrack hat seine Höhepunkte in den beiden Songs „Swingin' on an Star“ und „Side by Side“, die Willis und Aiello selbst eingesungen haben und die das filmische Verhältnis der beiden unterstreichen.
Ganz klar, das Hirn muss man bei Hudson Hawk keinesfalls überlasten, aber Laune macht der Film alle mal.