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Klassiker der Achtziger Jahre, Phase erste Hälfte, in der man sich im Grunde der allgemeinen Belustigung im Kurzweil familienträchtiger Komödien und somit des Triumphzuges besonders von Cinema City & Films Co. hingab; ein ehemals Warriors Films Co. betiteltes Studio, welches die Dekade in allerlei Maßen für den eigenen Erfolg determinierte und die Regeln dessen auch beizeiten schon reglementierte. Dabei schliesst man sich mit The Happy Ghost und seinen insgesamt vier titelverweisenden Fortsetzungen bis 1991 einer schon dargelegten Reihe um diverse auftretende Geistergeschichten und den entsprechenden Bezügen zwischen mal mehr und mal (meist) weniger Horror in Verbindung mit befreiendem Lachen an; eine Entwicklung, die zudem auch von den Rivalen gefördert, hier als sommerlich ungekünsteltes, verklärend angehauchtes Vergnügen aber ganz auf die urlaub- und ferienhabende Jugendlichkeit und seinen Wahn hin verlegt wurde:

Bei einem gemeinsamen Bade- und Grillausflug mit ihren Freundinnen wie Flower [ Rachel Lee ] und Venus Koo [ Sandy Lam ] flüchtet die junge Bonnie Lam Ching-Ching [ Bonnie Law ] vor einem plötzlich hereinbrechenden Sturm in einen alten Tempel, wo sie unbewusst der Herkunft einen alten Strick als Gepäckhalterung mitnimmt. Daheim im Mädcheninternat angekommen gibt sich der so unfreiwllig mitgenommene Chu Jin-chun [ Raymond Wong ], ein per Suizid aus dem Leben geschiedener Gelehrter aus der Ching-Dynastie dem erst völlig verschreckten, aber bald an die Situation gewöhnenden Mädchen zu erkennen. Fortan nur für sie und ihre beiden Busenfreundinnen erkennbar, hilft er der Truppe mit seinen magischen Kräften gegen die strenge Ordensmutter Sister Lee [ Teresa Carpio ], den Aufreisser im Schafspelz Joe [ Ng Siu-gong ] und bei diversen schulischen Veranstaltungen. Allerdings möchte er nicht bei der bevorstehenden Klausur und somit als Schummler tätig sein, was gerade die von ihren Eltern [ Lai Suen und Wellington Fung Wing ] unter Druck gesetzte Venus zu einer Verzweiflungstat zu Treiben scheint.

Entscheidend ist dabei sichtlich weniger das Was, sondern das Wie und das Wer; ist doch die Begebenheit der Mädchen, die anfangs noch zu Fünft, sich aber schnell auf ein festes Trio hin organisiert haben, im Grunde das übliche Auf und Ab der Adoleszenz. Das Dasein in der Schule, in der man für die nächste Klausur und auch ein wenig für das Leben lernt. Das Zusammensein im Freundeskreis, in dem man unterstützt und durch diese Einigkeit auch durch Miseren, aber eben auch Positives getragen wird. Der Druck von Lehrern und Eltern, der noch verkannt und als unangenehme Plage abgeurteilt, aber später im Nachhinein als Hilfestellung, Ansporn und Antrieb verklärt wird.

Eine sowohl Wichtigkeit, dessen Bedeutung schon durch die allgemeine Verständlichkeit und dem allseits vorhandenen Erfahrungsschatz jeden Zuschauers ins Enorme erweckt wird, aber natürlich trotzdem genauso nichtig, da nun auch Phrase und einfachste Gängigkeit beinhaltend ist. Das Rezept des Erfolges liegt offensichtlich in dieser Mischung aus dem überaus Ursächlichen, dem Vertrauten von Personen und Situationen und dem Festhalten am sowohl filmischen als auch realen Zitatenschatz. Dabei versucht man sich mehr an dem Motto des Till Death Do We Laugh als Till Death Do We Scare; getreu der knospenden Besetzung und der entsprechenden Zielgruppe, die hier erst weiblich und jung, dann männlich im gleichen Alter (die die Nöte der Heranwachsenden wie Erste Liebe etc. genauso gut verstehen und zusätzlich noch einen Einblick hinter verschlossene Türen einer Mädchenschule bekommen) und schließlich weitab dessen die Erwachsenen (als vor dem Alltagstress und seiner Routine zurück in die doch so unbeschwerte Kindheit fliehende Begleitung) darstellen dürften. Einzig die Eröffnungsszene in verblasster Farbgebung als noch die Einleitung im heruntergekommenen Tempel spielt ein wenig mit den Versatzstücken des Gruselns, werden ansonsten die Leute, selbst die, die es verdienen auch gar nicht richtig erschreckt, sondern im Grunde nur mit Streichen bedient. Die Effektarbeit ist ansprechend unauffällig, wie auch das Werk selber kritiklos schlicht, wird zumeist mit dem Nutzen der Unsichtbarkeit und folgerichtigen visuellen Eindrücken und in diesem Bereich auch bevorzugt mit den fälligen Scherzen gespielt. [ Wilson Yips kürzlich fertig gestelltes, an den Kinokassen ungnädig aufgenommenes Remake Magic to Win soll sich als Feuerwerk an CGI und vermehrt maskuline, aber auch angesichts der materiellen Kindergartens leicht absurd ernst nehmende Angelegenheit mit Augenschmaus statt Charme darstellen.]

Gerade diese Vorhersehbarkeit der Pointen, die auch in Wiederholungen ohne spezielle Einfälle ergehen, zeichnet den Film als in diesem Bereich erstaunlich biederen Vertreter der Lach- und Verlachwelle aus. Offensives wird zudem in sich aufdrängende Hintergedanken versteckt, turnt der Geist nicht nur im Schlafzimmer der Mädels, sondern auch den Umkleide- und Duschkabinen und dort zwischen nackten Beinen und short pants, sondern auch in Missverständnissen zwischen den Begriffen "Freundschaft" und "Liebe machen". Eine seltsame Naivität zwischen Kindchen-Schema, gerade vollzogener Pubertät, einem aufreizenden Überschwang an neugierigen Y-Chromosomen und der Gelegenheit macht Diebe - Prämisse, in der zwar gleich am ersten Date auch mit dem kurzzeitig im Bildschirm auftauchenden Verehrer und eh gänzlich ohne Vorkehrungen geschlafen, ihm am folgenden Morgen aber auch ebenso leichtgläubig die Frage nach dem Hochzeitstermin gestellt wird.

Den einfachsten, aber halt nicht immer so einfach zu erreichenden Bedürfnissen und ihrer Kompatibilität folgend ist auch die schon lockere, mit einfühlsamer Sympathie versehene Regie von Clifton Ko, der hiermit debütiert, ein Jahr darauf gleich die Fortsetzung (und weit später mit Part IV den besten Teil) hinterher geschoben und sich anschließend als Experte für die Familien-Blockbuster der lunar new year movies als wandelnde Geldmaschine reputiert hat. Wichtiger ist sowieso die Besetzung, das introducing der Hauptfiguren, ihrer Personifikation und Identifikation durch Loletta Lee, Sandy Lam und Bonnie Law, die ihre Rollen angenehm spielerisch und gleichzeitig trotzdem auch schauspielerisch, mit natürlichen Mitteln verkörpern.

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