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Mit einem geradezu bescheidenen Budget von ca. 300.000 Dollar hat Regisseur John Geddes einen viel hochwertiger wirkenden und atmosphärisch gelungenen Indie-Horror-Streifen mit vielen schönen Bildern der Wälder und Landschaften abgeliefert. Der Gore-Einsatz ist deutlich aber nicht übertrieben. Einzig die rund 2 Stunden Laufzeit sorgen für einige Längen und EXIT HUMANITY wäre mit einer Standardlänge wesentlich straffer gelungen. Eingefügte Zeichentricksequenzen ergänzen ein wenig den Indie- und Comic-Charakter des Films und geben ihm eine besondere Note.

Die Story hier nur in groben Zügen (OHNE SPOILER!): Ende des 19. Jahrhunderts nach dem amerikanischen Bürgerkrieg zieht keine Ruhe ein sondern Zombies sind in den Wäldern auf der Suche nach Frischfleisch. Edward trifft auf Isaac der seine Schwester von den Südstaatlern befreien will. Wie so oft ist der Mensch gefährlicher als die Untoten selbst.........EXIT HUMANITY beginnt wie ein Drama, aber bald wird durch das Erscheinen der Untoten die Gewaltschraube ein wenig hoch- aber nie überdreht.

EXIT HUMANITY besticht durch seinen reifen Umgang mit den Themen Liebe und Freundschaft und einen sorgsamen Aufbau der Charaktere. Mancher Dialog ist etwas zu lang geraten und man erwischt sich beim ständigen Wunsch einer Raffung der Handlung. Zwar gibt es den ein oder anderen Headshot zu bewundern, aber der zurückhaltende Umgang mit physischer Gewalt passt absolut zu dem Film und so kann er als kleine Bereicherung und Erweiterung des Genres angesehen werden ohne jedoch den Status eines Klassikers erreichen zu können.

6/10 Headshots....äh,....Punkten

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