Review

Grausige Geisterbeschwörungen vor über 40 Jahren bewegen 4 Studenten dies zu untersuchen und den Geist des „Charles Reamer“ nochmals zu beschwören. Mit allerhand Technik machen sie sich daran, aber es öffnet sich eine ungeahnte Pforte und gar unheimliche Dinge geschehen....Mehr will ich gar nicht verraten, falls sich jemand das Horror B-Filmchen doch noch ansehen will. Mittels einem interessanten Cover und alle Film-Höhepunkte umfassenden Trailer ist die Vermarktung doch ganz geschickt. THE APPARITION (engl., die Geistererscheinung) glänzt allerdings nur durch absolut austauschbaren und über lange Strecken mit gähnenden Dialogen ausgefüllten Versuchs-Grusel.

THE APPARITION hat auch ganz ordentliche Seiten, siehe dazu unten. Aber die Mogelpackung ist schon daran zu erkennen, dass sämtliche Actionszenen in den ganz ordentlich aussehenden Trailer gepackt wurden und dass dieser sogar mit der eigentlichen Schluss-Szene des Films prahlen muss. Als wäre dies nicht genug, liefert das ansprechende und tiefenpsychologisch geschickte Cover eine Szene die so gar nicht im Film enthalten ist. Mehr will ich gar nicht verraten, aber auch das Ende des Films spottet jeder Beschreibung.

Zunächst beginnt THE APPARITION mit hundertmal gesehenem Stühlerücken, seltsamen Geräuschen und Lichtern. Das Grauen wird also nicht behutsam eingeführt, sondern ist sofort und ungefiltert da. Auch wenn es sich um den Vorspann in Form einer Rückblende handelt wird schnell klar, dass die enthaltenen Schauspieler mit ihren dünnen Dialogen und den diversen langgezogenen Lovestory-Elementen keinen Preis gewinnen werden. Es werden sämtliche Klischees des Genres gestreift und der Film hat keinen eigenen Beitrag und bedient sich der üblichen Bilder und Schockelemente die man aus RING (Grusel-Mädchen) oder auch PARANORMAL ACTIVITY (bewegende Bettdecken) kennt.

THE APPARITION ist jedoch auch kein Totalausfall. In den letzten 10 Minuten gibt es gute beklemmende Atmosphäre und es gibt zwischendurch durchaus spannende Momente und Nervenkitzel, z.B. in einer sehr langen Duschszene der Hauptdarstellerin während das Grauen sich aufbaut. Seltsame Gebilde tauchen an der Decke auf und die sehr elektronisch geprägte Sounduntermalung möchte ich auch als gelungen bezeichnen. Technisch gibt es nichts zu bemängeln, die Effekte sind gut umsetzt worden. Wenn also gar nichts Besseres zur Hand ist, kann man sich THE APPARITION vielleicht als Vorfilm eines richtig guten Horrorfilms reinziehen, die kurze Laufzeit von rund 73 Minuten ohne den ca. 9-minütigen Abspann (!) bieten sich doch dafür geradezu an….

4/10 Hui-Buhs....äh,....Punkten

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