Das Subgenre des Tierhorrorfilms hat Hochkonjunktur und vor allem das Ur-Biest dieser Gattung - der Hai - hat Dank preisgünstiger Computeranimationen von allen Kreaturen den größten Output: ob als prähistorische Kreuzung in "Jurassic Shark" und "Dinoshark" oder genetische Mutation in "Sharktopus" - der Phantasie der Drehbuchautoren sind keine Grenzen gesetzt.
Mit "Sand Sharks" wird dem obligatorischen Unterwasser-Flossenhorror eine neue Komponente hinzugefügt, denn diese Spezies lauert unter der Oberfläche des feinen Sandstrandes und hat sich das Sandman Festival als kleine Zwischenmahlzeit auserkoren.
Und so ist der Fan schon gleich mitten drin im neuesten Trash-Hit und darf sich an einer Mischung aus "Der weiße Hai" und "Piranha 3D" erfreuen - ohne auch nur annähernd die Spannung oder den Splattergehalt der beiden Filme zu erreichen. Den doppelten, wenn nicht sogar dreifachen Trashfaktor von "Piranha 3D" knackt er dabei jedoch mit Leichtigkeit.
Doch während sich andere Genre-Vertreter wie "Croc" bierernst nehmen, macht "Sand Sharks" erst gar nicht den Versuch ein ernst gemeintes Werk zu sein, sondern bereitet dem Zuschauer mit seinem absurden Plot, den klischeehaften und zum Over- bzw. Nonacting neigenden Darstellern einfach nur eine Menge Spaß.
"Sand Sharks" ist weniger Schocker als vielmehr Comedy und macht daraus auch zu keiner Sekunde einen Hehl - und das ist die Stärke des Films: während andere Creature-Features unfreiwillig komisch wirken, zünden hier die meisten Gags und die kuriosen Entwicklungen der hauchdünnen Handlung sorgen für jede Menge Schmunzeln.
Da verzeiht man wenn der Sandman Festival-Rave mit tausenden Teenies aus Budget-Gründen nur mit knapp 100 Statisten besetzt ist und die Effekte vor allem im Finale sehr grottig wirken.
Und wenn man einen Kasten Bier braucht um dieses debile Spektakel zu ertragen, so ist eines sicher: 100% Fun-Faktor für jeden eingefleischten Fan des Genre!
7,75/10