Review
von - -ImaO- -
TELE 5 "Hai - Lights", die zweite.
Nach Sharknado am Vorabend, nun also -quasi als Dessert - die SAND SHARKS. Wow, ein echter Brüller.
Der windige Möchtegern - Geschäftsmann Jimmy Green (Corin Nemec) hat das Küstenkaff White Sands um haaresbreite finanziell gegen die Wand gefahren und will nun die monetäre Situation mittels einer Art Springbreak Festival entschärfen. Doch leider ist was oberfaul im Städtele. Und zwar in Gestalt titelgebender Sandhaie, die den Stranduntergrund unsicher machen und ( O - Ton) "mittels einer Saugnapfähnlichen Hautoberfläche in der Lage sind, sich in beachtlichem Tempo durch den Sand zu......saugnapfen. Weil Green aber weder über Verstand noch über Skrupel verfügt, ignoriert er das Verbot des lahmarschigen Dorfsheriffs und lädt zum großen "Sandman Festival". Und schon finden sich tausende Haihäppchen zum fröhlichen Stelldichein an der Waterkant ein und der Begriff "vernascht werden" bekommt eine wörtliche Bedeutung.
Es passt mal wieder alles zusammen wie Arsch auf Eimer. Der gesamte Film bewegt sich auf dem selben Niveau wie die Sharks. Ganz weit unten nämlich. Jedwede Logik wird brutalst mit Füßen getreten, die Sets beschränken sich auf ein jämmerliches Stückchen Strand, ein bis zwei Studio - Innenszenarien und etwas Stock Footage. Drei Dutzend twentysomething Statisten verkörpern "tausende partywütige Studenten" (man sieht bei den Massenszenen immer die selben Leute in den selben Outfits, der Oberburner hierbei ist ein Bengel mit dem kupferfarbensten Haarschopf ever, der den Zuschauer förmlich anleuchtet).
Die gesamte Party wird übrigens mit zwei Heimlautsprechern beschallt und es ist weder eine DJ Bühne vorhanden, noch irgendwelche Fress; oder Bierbuden.
Die Partypeople bewegen sich völlig lustlos durchs Geschehen und die Massenpanik beim grossen Haiangriff erinnert bewegungstechnisch eher an ein Fangespiel beim Kindergeburtstag.
Die Darsteller erreichen durch die Bank mühelos das Niveau des Gesamtwerkes und versuchen permanent den Zuschauer durch endlose Sinnfrei - Dialoge ins Koma zu labern. Die Krönung der "Schauspielkunst" aber liefert zweifelsohne Corin Nemec ab, für dessen Performance der Begriff "Overacting" neu definiert werden muss. Zu allem Unglück versucht dieser darstellische Offenbarungseid auch noch völlig krampfhaft lustig zu sein und konterkarriert damit den eigentlich ernsthaften (*lol*) Grundton des Films. Aber vielleicht war dies ja sogar beabsichtigt.
Dass die Haie besch......eiden animiert sind muss nicht erwähnt werden. Und dass man als guter Amerikaner ein Fässchen NAPALM !!! im Wohnanhänger mit sich führt (für den Fall, dass man mal auf Sandhaie trifft), versteht sich ohnehin von selbst.
Bleibt zum Schluss nur eine Frage; wofür vergeb ich den einen Gnadenpunkt ? Ach was soll der Geiz. Ich geb 4 Punkte. Schliesslich ist heut "Happy Sandshark Day".