Krass - das ist das Erste, was mir zu dem Film einfällt.
Die ersten 10 Minuten dachte ich, jemand Arglistiges hätte mir etwas ins Getränk gemischt. Die Handlung war chaotisch - erst latscht ein Forscherteam Untertage in 147 Grad Hitze mit einem seltsam anmutenden technischen Gerät umher und sucht etwas, was es auch findet und in das Labor des altehrwürdigen Karloff schleppt. Dann eine völlig andere Szene - eine "splatter-"(haha) lastige Traumszene, wie sich herausstellt. Eine Auffangstelle für gefallene, arbeitslose junge Frauen, eine jahrmarktsmäßig ausstaffierte Satansmesse, ein OP - und schließlich wieder das Labor. Ich war mir nicht sicher, ob ich auf die Fernbedienung gekommen war und aus Versehen umgeschaltet, oder ob jemand beim Schneiden die Film-Rollen vertauscht hatte... Und dazu noch diese Farben und bei meiner DVD-Version alles voll mit Pixel-Wolken, und das bei einem Original. Sah alles sehr nach dem aus, was man sich landläufig unbedarft wohl unter einem schlechten LSD-Trip vorstellt.
Was alles wirklich wie und wo und warum zusammenhängt, erschließt sich erst nach und nach im Laufe des Films (siehe andere Reviews). Das Bizarre dabei - in sich gesehen gibt es alles dann auch irgendwie eine Art von Sinn und ist verquer logisch. Alles in allem fragt man sich, ob es sich um einen Film von Drogensüchtigen und/oder für Drogensüchtige handelt, oder ob es einfach nur Mega-Trash ist. Spannung sucht man in dem Streifen zwar vergeblich, aber der Mut zu derartigem Schwachsinn und auch die Fähigkeit, sich soetwas Abstruses auszudenken, locken mir 4 Punkte ab. Denn amüsiert habe ich mich dennoch - wenn auch erst im Nachhinein.
Einige neckische Szenen kamen auch vor; wenn z.B. die Tochter meint, Daddy brauche etwas Tee und diesen dann aufsetzt, indem sie bei einen kompletten Chemielabor-Aufbau (weiß nicht, wie man das genau nennt) den Bunsenbrenner anschmeißt, finde ich das irgendwie spleenig.