Dr. Carl Mandel entdeckt ein prähistorisches Monster - einen lebenden Stein. Er findet heraus, dass der Stein zum Überleben Hormone von Menschen braucht, die mit dem Tode ringen. Um diese Hormone zu bekommen, setzt Dr. Mandel junge Frauen großen Qualen aus und erhält damit sein urzeitliches Ungeheuer am Leben. Der kranke Wissenschaftler treibt dabei seine Opfer mit grauenvollen Experimenten fast in den Wahnsinn.
Die letzten Filme von Boris Karloff, speziell seine mexikanischen Exkursionen, sind la leider kein würdiges Ende des großen Frankenstein Darstellers, da ändert auch Torture Zone leider nichts daran. Der Plot ist im Grunde eine einzige Katastrophe an unzusammenhängendem Gestammel und hanebüchenen Wissenschaftsblödsinn das sich mit angezogener Handbremse durch die Handlung schleppt.
Das geht schon mit dem Titel los. Gefoltert wird eigentlich nur ein einziges Mal, als der Doc nebst Assistenten einem jungen Mädel auf einem Grill Panik in die Knochen jagt, um daraus Angsthormone zu gewinnen. Diese sind für eine seltsame Steinkreatur als Nahrung bestimmt, die Mandels Tochter anfangs aus dem inneren eines Vulkans (mit den billigsten Kulissen aller Zeiten) rausgepuhlt hat. Das allein reicht schon aus um eine durchschnittliche Regentonne mit handelsüblichen Unfug zu füllen, aber Torture Zone hat auch nicht später vor diesen Weg der organisierten Hirnrissigkeit zu verlassen.
Viele Fragen bleiben offen, warum man beispielsweise überhaupt im Vulkan rumgeturnt ist oder wer diese Turbanträger mit seinem laufenden Meter ist, warum ein Steinwesen organische Tentakel hat, wer diese häßliche Einbrecherin war und warum sie überhaupt in das Klinikum eindrang, oder in wessen Auftrag, was hatte Helga mit ihrer kleinen Palastrevolution vor, was passiert mit dem Pfleger und seinem Weltherrschaftstick? Wer immer das Drehbuch zusammengeflickt hat scheint ein wenig fahrig zu sein. Oder ein Stümper. Wahrscheinlich beides.
Die Produktion wirkt insgesamt einfach billig, das Creature Design ist eine schlichte Lachnummer und auch die Darsteller sind kein Ruhmesblatt (Karloff natürlich ausgenommen, der verdient seinen jahrelang erarbeiteten Respekt auch hier). Spannung kommt ebenfalls nur in kleinem Maße auf, am besten sieht man das ganze Treiben nicht als Horrorfilm, sondern als Dokumentation mexikanischer Unterwäschen-Mode der 60er.
3/10