The Bunny Game - Oder auch - "Leider verloren"
Mit einer hohen Erwartungshaltung, aufgekommen allein schon durch das DVD Cover, lege ich also den Film ein und drücke auf Play.
Was sich mir bietet, ist ein viel zu alter, männlicher Hauptdarsteller, vorgeführt als Bösewicht, der scheinbar aber das größere Opfer seiner Taten zu sein scheint, was sich durch, um nicht zu viel zu verraten nenne ich Sie einfach mal "Attacken", bemerkbar macht. Vielleicht sind mit jenen Attacken auch die hoch angepriesenen unendlichen Qualen gemeint, welche die Hauptdarstellerin durchleiden muss. Die Hauptdarstellerin selbst würde ich als durchaus hübsch anzusehen beschreiben und authentisch, mehr gibt's da aber auch schon nicht zu berichten.
Der verzweifelte Versuch, durch die (Black, Trash, Dead?)Metal Musik und wirre Bilder ein Spiel hineinzuzaubern und dadurch einen künstlerischen Mehrwehrt zu schaffen schlug hier, meiner Meinung nach, völlig fehl. Die Taktik, wenn ich das mal so nennen darf, durch Lichtspiele, dunkel, hell im schnellen Wechsel dem Film auch nur irgendeine denkwürdige Bedeutung zu verleihen, geht ebenfalls nicht auf.
Geboten bekommt man einen Film über einen Mann mit einem Fetisch für elektronische Haarschneidegeräte, Plastiktüten, Nylonstrümpfen und vor allem aber seiner eigenen Zunge. Ein psychologisch tiefgründiges Schauspiel und eine Story bleiben komplett aus.
Alles in allem wird dieser Film seinen Kritiken und schon gar nicht dem Text im DVD Booklet annähernd gerecht.
Nicht verstörend, einfach zeitraubend.