Da hat wohl ein gewisser Herr Tarantino durchaus Eindruck auf jemanden gemacht...
Nähmlich auf den Regiesseur dieses Streifens. Regiesseur Aaron Harvey welcher mir vor Ansicht dieses Streifen noch kein Begriff war, hat nähmlich mit Catch .44 einen Film geschaffen welcher ganz klar an die Werke Tarantinos errinnert.
Tes ( Malin Akerman), Sara ( Reila Aphrodite) und Dawn ( Deborah Ann Wahl), sitzen in einer Bar und unterhalten sich. Doch hier treffen sich nicht gerade drei Freundinen zum netten Plausch, nein die drei sind auf was ganz anderes aus... Die drei arbeiten nähmlich für den Gangster Mel ( Bruce Willis) und bereiten sich darauf vor einen Drogendeal zu überfallen welcher eine Menge Geld abwirft. Doch leider kommt alles anders als erwartet. Und unerwartete Wendungen nehmen ihren Lauf... welche blutige Konsequenzen nach sich ziehen.
Schon recht schnell wird dem Zuschauer klar, das Harvey sich sichtlich vom Regisseur von Pulp Fiction inspirieren lassen hat.
So hat der Film viele Dialogszenen, welche direkt aus Pulp Fiction stammen könnten, kultige Musik und jede Menge skurille Charaktere welche irgendwann im Verlaufe des Streifens ihre Wege kreuzen. Auch den Film mit einem bestimmen Ereignis starten zu lassen und dann auf die Hintergründe einzugehen, lässt an so manchen anderen Film errinern.
Trotz dieser ganzen bekannten Stilmitteln klappt das ganze aber doch recht gut. Was an verschiedenen Dingen auszumachen ist.
Erstens kann man sagen das es hier wirklich keinen Ausfall bei den Charakteren gibt. So spielt das komplette Ensemble auf sehr hohem Niveau. Malin Akerman nimmt man die toughe Powerfrau, welche weiss wie sie ihre Reize einzusetzen hat, jederzeit ab, Bruce Willis als heruntergekommen aussehender Gangsterboss wirkt schön schleimig und Forest Whitaker welcher seine Wandlungsfähigkeit beweist ist sowieso kaum zu toppen.
Zweitens schafft es der Film nie zu langweilen und hält durch seine Wendungen den Zuschauer bei Laune. So das auch die bereits angesporchenen Dialogszenen niemals zu langatmig wirken. Finden sich doch hierrunter gerade so manche Unterhaltung welche wirklich witzig daher kommt. Vorallem der Nonnenwitz welcher hier preisgegeben wird ist wirklich amüsant, auch wenn etwas geschmacklos.
Dazu ist der Soundtrack wirklich gut gewählt und passt zum Vibe des Films.
Actionmässig ist das ganze gut inszeniert und bietet kaum Grund zur Klage. Zwar wird hier mal wieder auf Cgi gesetzt aber das ist ja mittlerweile Gang und gebe.
Jedoch gibts auch Grund zum Meckern...
Drei Punkte welche mir nicht so gut gefallen haben, sind erstens das der Charakter Brad Dourifs, auch wenn ich ihn gern sehe, nicht wirklich notwendig gewesen wäre, zweitens das alles manchmal etwas wirr wirkt und drittens nimmt der Film zu Ende hin den Drive zu sehr raus so das dass Ende etwas entäuschend daherkommt.
Fazit:
Dennoch ist der Film auf jedenfall einen Blick wert. Auch wenn alles irgendwie schonmal da gewesen ist, weiss das Gezeigte durchaus zu gefallen. Und kann über die volle Laufzeit unterhalten.
6 Punkte