In den Achtzigern und Anfang der Neunziger gab es eine wahre Flut an billig produzierten Werken, die irgendwie versuchten, an die Erfolge von „Terminator“ und „Robocop“ anzuknüpfen. Die meisten davon sind völlig zu Recht in Vergessenheit geraten und nun kommt ausgerechnet ein junges Filmteam auf die Idee, diesem Trash zu huldigen.
Die Menschheit tut sich beim Höllenkrieg gegen den finsteren Bösewicht Draculon schwer, der soeben einen anerkannten Soldaten tötete. Dieser wird jedoch als Cyborg reanimiert und bekommt die Möglichkeit, sich mithilfe der drei gleichgesinnten Mina, No. 1 Man und Justice zu rächen und im entscheidenden Kampf gegen Draculon und seine Heerscharen anzutreten…
Man muss schon mindestens zweimal genauer hinsehen, um zu glauben, was Regisseur Steven Kostanski da abliefert. Die übelsten Effekte seit Bestehen stümperhafter Amateurfilme sind dagegen Meisterwerke und schon allein dafür gebührt dem Team ein gewisser Respekt.
Schlichte Greenscreen Momente, klobige Computeranimationen und stümperhafte Clay Motion Effekte gehören genauso zum Repertoire wie die miesen Schauspieler mit ihren viertklassigen Performances und den überwiegend hölzern aufgesagten Dialogen.
Eine Story ist indes kaum vorhanden und passt auf die Rückseite eines Kassenbons: Vier Gute fighten, unter anderem bei Gladiatorenkämpfen gegen eine Übermacht böser Monster und Soldaten, während Manborg erst einmal alle Funktionen motorisch koordinieren muss.
Dazwischen gibt es einen bösartigen Baron mit Problemen beim anderen Geschlecht, einen dubiosen Arzt und Forscher und jede Menge Gekloppe mit zahlreichen Ballereien.
Für eine Viertelstunde bringt das einigermaßen Freude, danach wird´s allerdings ermüdend eindimensional.
Die Handlung fördert keine Spannung zutage, Atmosphäre kommt ohnehin nicht auf, lediglich knallharte Trashfans ohne Anspruch zehren von den billigen Effekten innerhalb des gewollten Unvermögens. Selbst die Fights sind viel zu hektisch geschnitten, um diverse Unzulänglichkeiten zu kaschieren, obgleich der Körpereinsatz von No. 1 Man durchaus in Ordnung geht und die toughe Mina mit merkwürdiger Haarfarbe fast schon sympathisch rüberkommt.
Dennoch kommen einem die gerade einmal 62 Minuten zuweilen recht lang vor, da trotz hohen Tempos nicht viel Abwechslung geboten wird und das planlose Aneinanderreihen verschiedener Aufeinandertreffen wenig mit einer durchdachten Geschichte zu tun hat.
Mag sein, dass ausgemachte Sci-Fi Fans der billigen Achtzigerproduktionen etwas mit dem Stoff anfangen können, - wer die seinerzeit jedoch schon blöde fand, sollte sich diesen Klumpatsch ersparen.
3 von 10