Review

Wüste. Leere. Einsamkeit.
Eine junge Frau wacht orientierungslos in einer kargen und trostlosen Landschaft auf. Sie weiß weder wer sie ist noch wo sie ist. Statt Antworten findet sie immer nur noch weitere Fragen. Auf der Suche nach ihrer Identität wird ihr bald bewusst, dass ihr Schicksal unglaublicher zu sein scheint, als sie es je für möglich gehalten hätte...(Covertext)

Mehr zur Handlung zu verraten ohne zu spoilern geht leider nicht, aber der Zuschauer erfährt in Rückblenden ihren Hintergrund bis hin zu einem würdigen und packenden Finale. Deshalb hier es noch einige grundsätzliche Bemerkung zu FEUERROSE.

Dieser Film weist einige Besonderheiten auf die eher untypisch für Brandl Pictures sind. Es ist der erste "richtige" Kurzfilm, sicher für diesen Stoff eine gute Entscheidung - ich persönlich hätte mir allerdings 10 Minuten mehr an Länge gewünscht. Natürlich hängt das mit meiner Vorliebe für gute Bilder zusammen, in der Hinsicht ist das Werk ein absoluter Volltreffer und visueller Augenschmaus. Gedreht wurden die Aussenaufnahmen überwiegend auf Lanzarote. Lanzarote? Richtig gelesen, man hatte durch die Zusammenarbeit mit UMOS Productions ausnahmsweise mal ein paar mehr Euro zur Verfügung und das richtige Händchen diese wieder auszugeben.

Für Monika Brandl eine Gelegenheit ihr Können zu zeigen, bis auf ein paar intensive Szenen mit Eldrid Remy und kurze Einblendungen bestreitet sie die Handlung alleine, überzeugend und glaubhaft. Auch wenn die ausgewaschenen Farben eher ein Gefühl von Kälte vermitteln: sicherlich war es auch eine nicht unerhebliche Antrengung in Uniform durch diese unwegsame Landschaft zu wandern... Auch die erwähnte Frau Remy spielt mit Bravour - ist aber ein "Profi" und damit auch eher eine Ausnahme im Schaffen der Brandls.

Absolut zu gefallen weiss der Soundtrack der bei jeder Einstellung haargenau die richtigen Töne trifft, aber was anderes würde man von MacLeod, Donner und Sider auch nicht ernsthaft erwarten!

Zitat der Macher auf deren Homepage: "Meist mitreißend, manchmal zäh - immer aber schön anzusehn!" Dem muss ich widersprechen was das "manchmal zäh" betrifft! Ich war viel zu interessant am Schicksal von Katja und wie erwähnt von diesen beeindrucken Bildern gefessselt! Denkbar wenn man die Story auf Spielfilmlänge ausgewalzt hätte, aber nicht in der halben Stunde.

Fazit: Man muss nicht wie ich bekennender Brandl-Fan sein um an FEUERROSE Gefallen zu finden! Abseits der normalen, allzu bekannten Geschichten und Bilder eine willkommene Gelegenheit einen "anderen" Film zu sehen. Für mich eine glatte "Eins", sprich 10/10

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