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Commander William Riker (Jonathan Freaks) und Counselor Deanna Troi (Marina Sirtis) haben ihre Hochzeit hinter sich. Sie befinden sich nun auf ihrer letzten Mission unter Captain Jean-Luc Picard (Patrick Stewart). Die Enterprise soll ein Gespräch mit dem remanischen Preator Shinzon (Tom Hardy) führen. Doch dies entpuppt sich schnell als Falle. Shinzon ist in Wirklichkeit ein Klon von Picard und will sich dessen Zellstruktur unter den Nagel reißen, da er sonst stirbt. Nebenbei hat er zusammen mit den Remanern eine gigantische Waffe aus der verbotenen Taleronstrahlung gebaut. Damit will Shinzon die Erde vernichten und die Weltraumföderation damit sprengen. Doch Picard und seine Crew antpuppen sich als äusserst hartnäckig und erhalten zusätzlich Hilfe von den Romulanern. In den Weiten des Weltalls entbrennt eine Schlacht und der Countdown bis zur Zündung der Bombe tickt schon.

Es sollte der Abschied der beliebten Crew werden, der sich leider finanziell kaum auszahlte. 70 Millionen Dollar gab man für das zehnte "Star Trek" Abenteuer aus und meiner Meinung nach ist dieser gefühlvolle Abschied durchaus würdig. Ich habe mich schon oft als Hasser des Phantastischen, oder auch einiger Science Fiction Werke geoutet, auch konnte ich mit der Serie noch nie viel anfangen. Doch seit "Treffen der Generationen" sind die Trekkiefilme auch nach meinem Geschmack. Wesentlich ernster, ein wenig trockener Humor und teils sehr düster. Nicht zu vergessen sind die guten Darstellerleistungen. Gerade Patrick Stewart, der hier immerhin schon 62 Lenze auf dem Buckel hat, macht einen tollen Job. Jonathan Freaks, Brent Spiner, Michael Dorn, LaVar Burton, Marina Sirtis und Gates McFadden, alle sind beim großen Abschied mit dabei. Auch Tom Hardy als Shinzon gibt einen brauchbaren Fiesling ab, Ron Perlman als Viceroy ist kaum wieder zu erkennen.
Drehbuchautor war John Logan (The Time Machine, The Last Samurai) und Proficutter Stuart Baird darf sich in seiner dritten Regiearbeit beweisen. Er debütierte in "Einsame Entscheidung" mit Kurt Russell. Er hat mit Sicherheit nicht das Talent eines Jonathan Freaks jedoch setzt er das Drehbuch bestmöglich um. Die Story ist zumindest solide, hält ein paar Überraschungen parat, besitzt gute Dialoge und den Hang zur Dramatik. Logan deckt mit seinem Screenplay alle Bereiche geschickt ab, obwohl "Star Trek - Nemesis" insgesamt zu geschwätzig daher kommt. Gerade in der ersten Halbzeit ist Action nebst Spannung Mangelware, während die zweite Hälfte ein einziger Showdown ist. Grandiose Weltraumschlachten, Shootouts mit Laserwaffen und einen kleinen Endkampf gibt es auch und nicht zu vergessen die anfängliche Buggyjagd in der Wüste. Bei dem ordentlichen Budget kann sich der Zuschauer auf gute Animationen und Tricks freuen. Nur in vereinzelten Sequenzen könnten die CGI Effekte ein wenig ausgefeilter sein. Doch das Allgemeinbild ist stimmig, die Schiffskulissen sind gut geworden, der Weltraum mit seinen grünen Schweifen ein echter Eyecatcher. Nicht zu vergessen der tolle Score von Jerry Goldsmith. Der Gute hat es sich hier sehr leicht gemacht und kann kaum neue Melodien präsentieren.

Durchweg guter Abschluss der langen Science-Fiction Reihe. "Nemesis" ist zwar wahrlich nicht der beste "Star Trek" Teil, jedoch sind die Darsteller wirklich glaubwürdig, die Story solide und lässt den Charakteren genug Platz und die Action ist auch gut inszeniert. Eigentlich ein Rundum Sorglospaket, das gut unterhält und massig Schauwerte bietet.

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