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Ein paar Jährchen ist es her, dass wir den letzten Star Trek Streifen bewundern dürfen. Und enttäuscht werden wir für das Warten nicht. Zwar erwartet uns kein Hammerstreifen, aber wenigstens kann Teil 10 es locker mit seinen Vorgängern aufnehmen, was bei den Star Wars Filmen ja ganz und gar nicht der Fall ist. Uns erwarten mal wieder ordentliche Action und spitzen Effekte und dazu die beliebte Crew der Enterprise, allen voran natürlich Cpt. Picard.

Zur Story: Die Enterprise wird zum Planeten Romulus gerufen. Sie soll sich dort mit dem neuen Anführer des Senates treffen. Auf dem Weg dorthin stossen sie auf ein merkwürdiges Signal, was sie zu einem kleinen Zwischenstopp auf einem unbedeutenden Planeten bewegt. Dort finden sie, zu ihrer Überraschung die Einzelteile eines zweiten Datas, was diesen wohl am meisten überrascht. Zwar stellt es sich als ein Vorgängermodell heraus, doch seine Herkunft ist allen ein Rätsel, was sich aber im Laufe des Films löst. Dann geht es weiter nach Romulus. Dort erwartet Cpt. Picard die wohl schockierendste Erfahrung seines Lebens. Denn der neue Anführer der Romulaner ist ein Mensch, und zu allem weiteren Überdruss auch noch ein Klon Picards. Er ist zwar noch nicht so alt wie Picard (deswegen sehen sie auch nicht gleich aus), aber genetisch identisch. Und er hat einen teuflischen Plan. Er hat eine Waffe entwickelt, welche sogenannte Talaron Strahlung verschiesst. Diese zerstört beim Kontakt mit lebenden Gewebe dieses innerhalb von Sekunden. Eingesetzt ist einen gigantischen Warbird, will er mit der Waffe die Erde vernichten. Doch er hat noch weiteres vor. Denn er braucht Picard, da er als Klon nur eine begrenzte Lebensdauer hat, und nur ein Gewebeaustausch mit Picard ihn vor dem frühzeitigen Tode bewahren kann.

Die Story ist im Grunde recht ausgefallen, aber natürlich nicht allzu tiefgängig, was aber eher von Vorteil ist. Der Film bleibt auch immer überschaubar. Und sehr schnell geht es auch actionmäsig los. Auf dem Planeten, wo der zweite Data gefunden wird, kämpfen sich Picard, Data und Worff in einem High Tech Buddy durch ihre Verfolger durch. Die Szene ist enorm gut gestaltet, dazu noch die Tatsache, dass ich nie mit einer Verfolgungsjagd in einem Star Trek Film gerechntet hätte. Dann geht es erstmal mit der Story weiter. Bis dann Picard gefangengenommen wird. Ab dann wird ein Effektestrotzendes Actionfeuerwerk abgefeiert, dass sich jeder Actionfan wünscht. Es wird überall gekämpft. Auf der Enterprise, auf dem gegnerischen Warbird und natürlich auch im All, wo mal wieder die Phaser und Photonentorpedowerfer der Schiffe bis zum Ende Ausgereizt werden. Und in puncto Härte geht es auch ordentlich zur Sache. Manschmal zweifelt man die Seriösität der FSK-12 Freigabe an, da einige Szenen doch recht deftig sind, zumindest für einen Star Trek Film. Teil 8 war ja manschmal schon hart an der Grenze für eine 12er Freigabe, aber hier geht es ein Stück härter zur Sache. Obwohl man jetzt keine Metzelorgie erwarten sollte, es ist halt nur so, dass Nemesis auf jedenfall der härteste Star Trek ist.

Die Schauspieler sind mal wieder die altbekannte Crew. Alles ist solide gespielt, obwohl Patrick Stewart als Picard natürlich wieder die Nase vorn hat, und diesmal auch bei den Actionszenen enormen Einsatz zeigt. Soviel traut man dem alten Mann gar nicht zu.

Eine Sache soll aber nicht ausser Acht bleiben. Und zwar die Musik. Ein absolut bombastisch Score wird durch Film gehauen, so dass man sich den Abspann bis zum Ende antun sollte, um das Score noch einmal richtig zu genießen.

Fazit: Zwar kein Meisterwerk, aber solide Unterhaltung mit super Effekten und super Musik. Die Enterprise ist zurück, und wie. Da könnte sich George Lucas für seine Episode 3 mal ein Beispiel nehmen. Denn wo die Star Wars Filme immer mehr abfallen, zeigt sich Star Trek beständig und dem Grundprinzip der Serie treu.

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