Review
von Dan-Gore
Story :
Die 15-jährige Trish und ihre etwas ältere Schwester Jess haben ihre Winterferien in New York verbracht.
In der Sylvesternacht tretten beide im FLugzeug die Rückreise ins heimische Los Angeles an.
Trish ist neugierig und vorlaut und mit ihrer Videokamera filmt sie alles und jeden - keiner bleibt vor ihrer Linse verschont.
Die Stimmung ist ausgelassen und gemeinsam zelebriert man den Countdown ins neue Jahr.
Kurz nach dem Jahreswechsel geht für die Passagiere das Grauen los als die Maschine in Turbulenzen gerät.
Der Flieger stürzt auf halber Strecke ab und eine Handvoll von Überlebenden findet sich in stockdüsterer Nacht in einer wüstenähnlichen Einöde wieder.
Gegen den Willen der anwesenden Flugbegleiterin, die nun die Verantwortung trägt, begeben sich 2 der Passagiere auf die Suche nach eventuellen anderen Überlebenden.
Aus der ferne hört man tierähnliche, grauenerregende Geräusche und nur einer der Männer kehrt zurück - doch er kann nicht genau sagen was er gesehen hat und was für das verschwinden des anderen verantwortlich war.
Die angeforderte Rettungstruppe lässt sich Zeiz und als die Flugbegleiterin im Wrack der Maschine nach Essen und Getränken sucht wird sie von einer seltsamen Kreatur angefallen und zerfetzt.
Auch der weibliche Air Marshall kann mit seiner Waffe nichts ausrichten und die Stewardess erliegt ihren Verletzungen.
Die restlichen 6 Überlebenden beschließen nicht weiter tatenlos rum zu sitzen und zu warten.
Erneut werden sie von der Kreatur im Dunkeln hinterhältig angegriffen und man flüchtet sich in eine Blockhütte in der es heißt die Zeit bis die langersehnte Hilfe eintrifft zu überleben.......
Bewertung :
Seit dem Überraschungserfolg von THE BLAIR WITCH PROJECT aus dem Jahr 1999 sind Found Footage in aller Munde.
Das es nach dem kommerziellen Erfolg des Wegbereiters etliche Nachahmer finden würde, lag schon bei den ersten Nachzügler auf der Hand.
Ich selbst konnte mich mit Found Footage Filmen nie wirklich anfreuden und bin kein großer Fan des Genres.
Das AREA 407 an dieser Tatsache etwas ändern würde, wagte ich schon im Vorfeld zu bezweifeln.
AREA 407 fusioniert auf bedingt unterhaltsame und kurzweilige Weise den Found Footage Film mit Creature Feature Sub-Genre.
Während der ersten knapp 25-30 Minuten könnte man erst nach glauben man hat es mit einem Katastrophen Film zu tun, bis zu dem Punkt wo das Horrorelemente eingebracht wird.
Wie es schon bei anderen Filmen aus der Kategorie "Found Footage" der Fall war, fehlen auch bei AREA 407 die "Krauchfilm" Elemente nicht.
Der Begriff "Krauchfilm" wurde übrigens von mir zum ersten Mal aus dem Mund von Christin Kessler im Zusammenhang mit THE RIFFS 3 - DIE RATTEN VON MANHATTAN vernommen.
Am besten umschreiben kann man einen "Krauchfilm" folgendermassen : Die Helden im Film versuchen einer brenzligen Situation zu entkommen.Die Dialoge sind hauptsächlich Sätze wie : "Lass und mal da lang gehen", "Nein, nicht dort lang, es ist zu gefährlich" etc.
Wie dem auch sei, AREA 407 hat eine gute Portion Krauch in petto!
Trotz seiner simplen Story und Inszenierung kann AREA 407 den Zuschauer doch bei Laune halten und driftet zum Glück nie in zu große Durststrecken ab - selbst in Anbetracht das einem hier nicht wirklich viel geboten wird.
Das der Film in nur 5 Tagen komplett abgedreht wurde und fast alle Dialoge improvisiert wurden, darf hier nicht unerwähnt bleiben und ist gutzuheißen.
Da die Darstellern noch recht unbekannt und wohl auch unerfahren sind, machen sie ihren Job ganz ansehnlich und haben den Produktionsverhältnissen entsprechend wohl das beste rausgeholt.
Bei der Charakterzeichnung tut sich aber leider ein großer Kritikpunkt auf, da die ganze Kreischerei einem mitunter doch schon mal gehörig auf die Nerven gehen kann.
Dale Fabrigar und Everette Wallin - die sich hier den Posten des Regisseurs teilten - hätten mehr Wert auch Spannungsaufbau legen sollen, anstatt den Betrachter fast permanentem, verbalen Psycho-Terror auszusetzen.
Wie schon in zig anderen Filmen wurde aber leider auch in AREA 407 auf hysterische Schreiattacken und ein total irrationales Verhalten der Protagonisten gesetzt - das dieser Schuss auch hier nach hinten losgeht steht außer Frage.
Die Effekte des Films wurde von Tiny Juggernaut in Szene gesetzt, der schon in unzähligen Produktionen für Asylum gearbeitet hat.
Leider wird sich mit FX hier aber zurückgehalten - auch wenn die Akteure die meiste Zeit blutüberströmt durch die Pampa in der Nähe von Las Vegas krauchen, spielt sich keiner der blutigen Übergriffe durch die Kreatur vor dem Auge der Kamera ab.
Richtig in die Nesseln gesetzt hat sich Juggernaut aber bei der Kreatur selbst, die einfach nur billig aussieht.
Auch wenn man das Monster nur 2 oder 3 mal in der Dunkelheit und am Schluß in voller "Pracht" bei Tageslicht begutachten kann, wertet dies den Film ziemlich ab.
Billigste Computer FX, die den Geschmack einer sauren Dino-Trash-Gurke a la CARNOSAURUS auf der Zunge verbreiten, stehen hier leider auf dem Tagesplan.
Einige wenige Schockmomente im Film, verfehlen ihre Wirkung hingegen nicht und in Kombination mit dem unheimlichen Sound lassen diese ein wenig über das Special FX Debakel hinwegsehen.
Freunde von Asylum Produktionen und Creature Feature-Found Footage-Katastrophen Film Crossovern dürften an AREA 407 durchaus gefallen finden.
Wer mit Filmen wie SHARKTOPUS, SAND SHARKS, 2-HEADED SHARK ATTACK, oder CAMEL SPIDERS etwas anfangen kann, kann hier getrost zugreifen!
5 von 10 Blackboxen