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Found Footage die 127.ste ? Kann man sagen. Ich wiederhole mich, wenn ich eine nicht abreißende Kette von Found Footage Filmen geradezu als inflationäre Entwicklung bezeichne. Auch AREA 407 beschreitet diesen Weg. Genrekenner wissen, dieser ist steinig, da die Handlung nur rein sequentiell ablaufen kann und genregemäß es am Anfang kürzer oder länger nur ein Bombardement von Banalitäten zum Aufbau der Story gibt. In welcher Weise AREA 407 dies vor einem Flug tut, überschreitet allerdings fast jede Erträglichkeitsgrenze. Die Story lässt sich in 3 Worten zusammenfassen: Flugzeugabsturz, Geheimareal (407), Paranoia!

Eigentlich müsste das dritte Wort laut der Filmbeschreibung "Dinos" heißen, aber die gibt es leider nicht zu sehen, nur 1,5 Sekunden. Dies ist keine Übertreibung, ich meine es wie ich es sage. AREA 407 beginnt in bewährter Found Footage Form mit der Hinweistafel "Warning: Tape 407 Confidential:" Die damit geschürte virtuelle Spannung wird aber schon in den ersten Sekunden des Films zunichte gemacht. Ich schätze mal, dass circa 25% der Seher nicht mehr als die ersten zehn an den Nerven zehrenden Minuten überstanden haben. Weitere 25% sehen den Film nicht zu Ende. Es gibt dort nämlich an Naivität kaum zu überbietende und übertrieben plappernde beschreibende Bemerkungen der kommentierenden Teenager in einem Flugzeug.

Dies wird begleitet von einer grottenschlechten deutschen Synchronisation. Jeder Furz wird kommentiert und man wünscht sich, dass das Flugzeug bald abstürzt. Das tut es dann auch und man gibt AREA 407 eine letzte trashige Chance wenn vielleicht die Dino Freunde ganz gut die Truppe aufmischen und schön gefräßig sind. Aber erst einmal bekriegen sich die mit billigem Effekten und sichtbarem Kunstblut stets auf die gleiche Weise ausgestatteten Passagiere gegenseitig. So hofft man auf ein Massaker anderer Art. Aber auch Fehlanzeige. Die Charaktere bleiben einfach nur farb- und gesichtslos und der Zuschauer kämpft vor lauter Langeweile mit dem Schlaf.

Die Szenen wechseln von öder hysterischer Schreierei, Heulen und bei Geräuschen kommen dumpfbackige Sprüche wie "Das ist niemals ein Mensch" oder eine Frau ruft in das Dunkel in dem ein Monster vermutet wird "Können Sie mir ihren Namen sagen?" Was soll denn dabei zurückkommen, vielleicht folgendes?: "NA KLAR, werte Dame, gestatten Sie mich vorzustellen, ich bin Dieter Dinogator, das menschenfressende Monster, gleich bin ich bei Ihnen…" Ein anderer spricht von der Schwanzgröße eines Monsters und es scheint er kann dabei kaum sein Lachen unterdrücken zu können.

Alles ist unendlich amateurhaft inszeniert und wirkt komplett improvisiert, es gibt keine Action, nur wenige Sekunden vor dem Ende und keine Effekte und in Bezug auf Dinos eine Fehlanzeige. Man könnte aus der gesamten Handlung einen 5-10-minütigen Kurzfilm drehen der sogar einen gewissen Charme und einen mikroskopischen Spannungsbogen haben könnte. Es gibt einige atmosphärische Momente wenn die Protagonisten durch das Dunkel laufen. Aber da wir hier auf 90 Minuten Länge geradezu sadistische Qualen erlitten haben endet auch hier diese Rezension, um nicht noch mehr Eurer Lebenszeit mit diesem Machwerk zu verschwenden…nicht kaufen, nicht leihen, nicht geschenkt nehmen, nicht mal drüber nachdenken…

1,5/10 Tröten und Ketten….äh,….Punkten

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