Review

BELOW oder Eine weitere Variante eines Mysterythrillers!

Der lebhafte Zuschauer von Geisterfilmen kennt schon fast alle Locations. Bevorzugt nisten sich die asiatische und amerikanischen „Film-Geister“ in leer stehende Häuser ein, um an der Kinokasse ordentlich Reibach zu machen.
Ein U-Boot?
Das hat im Genre schon einen Seltenheitsbonus!

Doch taugt der Streifen auch etwas?
Ist er unterhaltsam, weil die 100 Minuten Laufzeit auch kein Leichtgewicht sind?

Da Reviews immer subjektiv sind, ist es schwer ein eindeutiges Statement zu geben.
Sicherlich ist die Kulisse (2. WK, U-Boot) ein spannendes Produktionsdesign.
Auch sind die Schauspieler (ich kannte keinen, aber das heißt nichts!) durchaus in der Lage die mysteriösen Geschehnisse spannend darzustellen.
Festzustellen ist ebenfalls, dass man keinen Effekte-Overkill erwarten sollte.
Den größten Teil der Spannung bezieht der Film aus den Tauchfahrten oder der Hetzjagd durch ein feindliches Schiff. Wenn der Rumpf des U-Boots knarrt und knirscht, fühlt man sich wohlig an manche Szene aus Petersens Anti-Kriegsfilm DAS BOOT erinnert.
Der Mysteryfaktor ist zwar vorhanden, doch er kommt niemals plakativ zum Vorschein.

Unterm Strich fällt es mir schwer, eine Mainstream-Empfehlung auszusprechen.
BELOW ist einfach zu speziell, um die breite Masse begeistern zu können.
Eye-Candy-Verwöhnte tun sich ebenfalls keinen Gefallen, wenn sie sich einen Film anschauen, der in einem U-Boot auf dem tiefen Meeresgrund spielt.
Einzig der beinharte Mysteryfan, der sich über die unverbrauchte Location freut, wird einen wohlwollenden Blick riskieren.
Für mich ist BELOW ein gutes Mittelklasse-Produkt, das Altbewährtes erfrischend variiert.

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