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Was dem Betrachter zuerst ins Auge sticht, ist die optisch ansprechende Qualität der Filmaufnahmen. Die Kamera hat in der englischen Naturkulisse recht eindrucksvolle Bilder eingefangen. Ja, und ich meine WIRKLICH die Natur und NICHT die weiblichen Schauspieler. Anfänglich gibt es häppchenweise Spannung und vieles wird nur versteckt angedeutet oder geschieht im Off. Gerade hier sammelt THE HIKE Pluspunkte, denn bis der Terror beginnt, lässt sich der Streifen sehr viel Zeit. Es wird minutenweise Suspense aufgebaut .. aber auch dämliche Dialoge geführt. Apropos Dialoge. Die sind im Deutschen dermaßen erbärmlich vertont, dass ich glaubte, einen Porno anzuschauen. Ich kann mir gut vorstellen, das viele Zuschauer den Film vorzeitig wegen der grauenhaften Vertonung abschalten. Diejenigen, die trotz der Synchro am Screen bleiben, erleben dann ab der Hälfte des Filmes einige sehr ernste und fast unerträgliche Rape'n'Revenge-Sequenzen, die endlos lang erscheinen. Positiv ist hier zu erwähnen, dass hier mit der Kamera nicht explizit draufgehalten wird. Dennoch ist die Härte beim Zuschauen förmlich spürbar. Die im Genre üblichen Verfolgungsszenen sind mitfühlend und mitreißend gefilmt worden. Gerade die Emotionen der Hauptakteurin sind gut dargestellt. In den letzten Minuten dreht der Terror-Slasher dann noch mal an der Spannungsschraube. Mit der bitterbösen Schlusspointe rechnete ich nur, weil ich zuvor dummerweise den Trailer zum Film geschaut habe, der dämlicherweise zu viel verrät und zeigt. Fazit: Die deutsche Synchro und die zu langen Vergewaltigungsszenen drücken gewaltig die Punktevergabe, leider.

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