"Waffen und Wein. Unartige Priester."
Johnny Blaze (Nicolas Cage) lebt zurückgezogen und versucht sein Alter Ego, den Ghost Rider, vor dem Erwachen zu hindern. Eines Tages sucht ihn der Geistliche Moreau (Idris Elba) und bittet um Hilfe. Der Teufel (Ciaran Hinds) ist auf der Suche nach einem Jungen, um durch ihn ein allmächtiges Gefäß zu erhalten und die Welt zu verdunkeln. Blaze soll dies verhindern und erhält als Gegenangebot die Befreiung vom Rider. Als Rider macht er sich auf nach Danny (Fergus Riordan) und dessen Mutter Nadya (Violante Placido) zu suchen und sie vor dem Teufel zu schützen.
2007 bekam mit "Ghost Rider" einer der düstersten Marvel-Helden eine filmische Adaption. Die Auswertung war sicherlich kein Meilenstein, konnte aber Dank ihres dramatisch glaubwürdigen Inhaltes und der trashigen Elemente überwiegend unterhalten.
"Ghost Rider: Spirit of Vengeance" verzichtet fast völligst auf diesen melancholisch übertriebenen Charme, hakt die kaum vorhandene Handlung sehr schnell ab und bietet mehr Action, ohne dabei die Ereignisse des Vorgängers zu berücksichtigen.
Nach einer knappen Einführung und der Veranschaulichung von Blaze' Werdegang mittels einer Comic-Sequenz steigt der Film auch direkt ein. Bereits hier wird ersichtlich, dass die Action von ihrer Präsentation sehr lieblos ausfällt. Die Ausstattung und Kameraführung ist unbeholfen, Effekte kommen sparsam zum Einsatz.
Trotz dem flotteren Tempo und der Ausrichtung auf mehr Action-Szenen, kann "Ghost Rider: Spirit of Vengeance" gerade in diesem Punkt noch weniger überzeugen, als es der Vorgänger tat. Hektischer Schnitt und eine wacklige Kamera erschweren die Sichtbarkeit des Geschehens. Und selbst in den zwei längeren Actionsequenzen ist weder etwas von Innovation noch durchaus hinein passender Härte zu sehen.
Die Handlung ist ein kruder Mix aus okkulten Elementen und einer schlichten Personenverfolgung, gespickt mit Logiklücken und Unzugänglichkeiten. Keine der Figuren findet darin einen Platz oder wird in irgendeiner Form vorangetrieben. Bezüge zu ihnen werden also garnicht erst aufgebaut. Wie will man da mit ihnen mitfiebern?
Ebenso wenig erhaben sind die Darsteller. Nicolas Cage ("Drive Angry", "Kick-Ass") ist mittlerweile seit Jahren bekannt, kein Feingefühl für seine Rollenauswahl zu haben und mit seinem Hang zum Overacting daneben zu liegen. Dies ist hier nicht anders.
Zweckmäßig eingesetzt werden Violante Placido ("The American") sowie Idris Elba ("Thor", "Prometheus"), ohne mit Höhen zu glänzen. Völligst unauffällig agieren Ciaran Hinds ("Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens") und Fergus Riordan, während Christopher Lambert ("Highlander"-Reihe, "Mortal Kombat") in einer Nebenrolle verschwendet wird.
War die erste "Ghost Rider"-Verfilmung noch routiniert ohne sich selbst von der Masse an Comicverfilmungen zu lösen, ist die zweite einfach nur schlecht. Schlichte Handlung, unausgereifte Dialoge, blasse Figuren, Logiklücken, Ideenlosigkeit. Die Liste an negativen Werten ist lang. Da hilft es auch nicht das Tempo mittels mehr Action zu steigern, wenn die Inszenierung seelenlos ist.
2 / 10