Review

Inhalt:

Camp Hardway liegt irgendwo in den unendlichen weiten der amerikanischen Wildnis (also quasi am Ende der Welt).

Allerdings dient dieses Camp nicht der Erholung.

Hier sollen schwererziehbare Jugendliche durch Zucht, Ordnung und Arbeit wieder auf den rechten Pfad geführt werden.

In diesen Fall Tyler (Dave Franco), Rose (Elisabeth Harnois), Estelle (Jessica Parker Kennedy), Billy (Joe Dinicol), Mark (Tahj Mowry) und Kelly (Samantha Hill).

Zum Leidwesen der Sechs sind Campleiter Thomas Kendrew (Mark Pellegrino) sowie seine drei Helfer Mr. Skullet (Aaron Berg), Mr. Wolfe (Brian Nugent) und Miss Peters (Monique Ganderton) mehr daran interessiert ihren neuen Schützlingen die Zeit in Hardway zur Qual zu machen als ihnen wirklich zu helfen.

So wird Tyler von Wolfe wortwörtlich durch anpissen geweckt, Kendrew macht sich einen Spaß daraus Rose bei einem Gespräch in seinem Büro zu demütigen und auch sonst benehmen sich Kendrew und seine Mitarbeiter eher wie Aufseher in einem Gefangenenlager einer südamerikanischen Bananenrepublik.

Dann ist da noch der mexikanische Koch des Camps der ebenfalls immer wieder Opfer von Quälereien wird.

Nach einem weiteren harten Tag erhalten Tyler und die Anderen zum Abendessen nur rohe Kartoffeln während Kendrew & Co sich einen schmackhaften Eintopf munden lassen.

Doch der Koch hat als Rache für das Mobbing verdorbenes Fleisch für den Eintopf verwendet und so kommt es das Kendrew (schon allein wegen seiner Frisur als Adolf Hitler Fan erkennbar) sich während der Lektüre von Nazipropaganda übergeben muss.

Das Gleiche passiert Peters und Wolfe, die gerade heißen SM - Sex in merkwürdigen Lederoutfits zelebrieren wollen und Skullet.

Koch Manuel (Omar Kahn) schnappt sich indessen das einzige Auto im Camp und verdünnisiert sich.

Leider bewirkt das verdorbene Fleisch nicht nur Brechreiz sondern macht aus dem Camppersonal kannibalistische Irre die nun Rose und dem restlichen Jugendlichen an den Kragen wollen... .


Meinung:

Auch wenn manche Besprechungen nicht wirklich wohlwollend mit Bad Meat umspringen, sollte man dem Film eine Chance geben.

Die Darsteller leisten sehr gute Arbeit und man nimmt ihnen ihre Rollen auch ab.

Allen voran Elisabeth Harnois und Mark Pellegrino leisten hier gute Arbeit.

Die Atmosphäre von Bad Meat erinnert schon sehr an 70-er Jahre Exploitation- und Horrorfilme und auch die Szenen wo Kendrew und Konsorten sich wortwörtlich die Seele aus dem Leib kotzen kommen hübsch eklig rüber.

In die Kategorie Zombiefilm sollte Bad Meat aber nicht einsortiert werden.

Regisseur Rob Schmidt (Wrong Turn) bewegt sich in Richtung 28 Days later und es gibt auch Parallelen zu Die Tollwütigen (1970).

Bedauerlicherweise ging der Produktionsfirma während der Dreharbeiten in Winnipeg das Geld aus was auch erklärt warum der Film plötzlich abrupt endet.

Später wurden Szenen mit einem bandagierten Überlebenden in einem Krankenhaus eingefügt um den Film teilweise zu Ende zu bringen.

Ich persönlich halte Bad Meat für keinen schlechten Film.

In Hinblick auf Handlung und Charaktere ist er weitaus besser als manche Remakes von Horrorfilmen (The Stepfather, April Fools Day).


Fazit:

Bad Meat erfindet das Rad nicht neu liefert für ca. 70 Min. aber kurzweilige Unterhaltung.

Dabei sollte man darauf achten den Film im OT anzuschauen (die dt. DVD hat Untertitel).

Besonders geeignet für Fans von 70-er Jahre Exploitation.

(7/10)


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