Georg A. Romeros erstem Film ist zwar leicht ansehbar, dass er eine Low-Budget Produktion war, allerdings ist der Film mit seiner experimentellen und schockierenden Art ein gelungenes Stück Filmgeschichte und ein Meilenstein des Horrors.
Das erste was man dem Film positiv anrechnen kann, ist die verhältnismäßig lebensnahe Darstellung der Charaktere, wie man sie selten in Horrorfilmen findet.
Durch die Charaktere übt Romero eine Kritik an der Gesellschaft, wobei sich diese Kritik auf mangelndes soziales Verhalten bezieht und darauf, dass selbst die scheinbar hilfsbereitesten Menschen teilweise nur aus Eigennutz handeln. Der Zuschauer kann durch die Charaktere auch eine Kritik gegen eine rassistische Gesellschaft in diesen Film interpretieren.
Die Rollen innerhalb der von mir zuerst genannten Kritik sind recht leicht zu erkennen, lassen jedoch Raum für eigene Interpretationen.
Ben hat in dieser Kritik die Rolle des hilfsbereiten Retters, der jedoch seine eigenen Schwächen hat und teils nur handelt um selbst zu überleben, wobei er allerdings auch an andere Menschen denkt und versucht ihnen zu helfen, er ist jedoch kein wirklicher Sympathieträger, da er sich teils sehr ruppig verhält.
Die größere Sympathie bringt man Tom entgegen, der die "Stimme der Vernunft" der Gruppe ist. Er versucht Konflikte durch nachdenken und diskutieren zu lösen und steht im Sozialenverhalten ähnlich wie Ben gegenüber anderen Menschen.
Der Charakter der den Gegenpol bildet, ist der engstirnige, rechthaberische Familienvater (der Name ist mir leider entfallen), den nur das Wohl seiner Tochter und das von sich selbst interessiert und der nicht auf die Meinung anderer Menschen eingehen kann.
Die Handlungen der Charaktere sind im Bezug auf die Situation und die Eigenarten jedes Charakters nachvollziehbar.
Für seine Zeit beinhaltet der Film schockierende Szenen und eine gewagt experimentelle Kameraführung. Die recht genauen Fressszenen sind der "Splatter" ihrer Zeit.
Das Romero den Film in Schwarz-Weiß produzierte kam dem Film zugute, da die Fressszenen authentischer wirken und der Stil des Filmes in Schwarz-Weiß überzeugend wirkt.
Fazit: Ein Low-Budget Kult-Horror, der Romero die Arbeit als Regisseur ermöglichte. Darüberhinaus ist der Film einer der wenigen Horrorfilme, die versuchen Sozialkritik auszuüben und es auch schaffen. Mängel an diesem Film sind vollständig auf das niedrige Budget zurückzuführen.