Schon vor " Night of the Living Dead " beschäftigten sich einige Filme mit den Untoten, trotzdem bleibt Regisseur George A. Romero´s Regiedebut, die Geburt des Zombiefilms. Dieser Film löste einen weltweiten Boom aus, wobei vor allem die Italiener mit Lucio Fulci schnell nachlegten. 1990 drehte Effektguru Tom Savini das Remake mit Romero´s Unterstützung. Romero schrieb auch hierfür das Drehbuch, bekam für die Umsetzung nur ein winziges Budget zur Verfügung gestellt. Daher schnitt er den Film selbst und erledigte nebenbei noch die Kameraführung. Und er schuf ein zeitloses Meisterwerk, wobei er 1978 mit " Dawn of the Dead " noch Einen draufsetzte.
Story:
Barbara ( Judith O´Dea ) und ihr Bruder Johnny ( Russel Streiner ) besuchen das Garb ihres Vaters. Auf einmal wird Barbara von einer blutrünstigen Kreatur angegriffen, Johnny kommt ihr zu Hilfe, wird aber getötet. Barbara kann sich in eine einsames Landhaus retten, wo sie auf Ben ( Duane Jones ) und noch ein paar Personen trifft. Die Anzahl der Untoten steigt stetig und das Haus ist bald umstellt. Jeder Fluchtversuch scheint aussichtslos. Bald brechen die Zombies ins Haus durch.
Eine so simple Story löste einen waren Hype aus. Hier wird das Entstehen der Untoten durch die Strahlung eines Satelliten erklärt, welcher gerade aus dem All kam. Außerdem inszeniert Romero sehr packend und zudem spannend, auch wenn sich hier und da ab und zu mal kleine Längen auftuen, insgesamt ist der Film flott erzählt. Leider hat er bis heute etwas von seiner Wirkung verloren, denn gegen die heutigen Film ist das hier Gebotene verhältnismäßig schwach. Schon hier beginnt Romero mit seiner Sozialkritik und stellt die menschliche Verhaltensweise an den Pranger.
Die verlassenen Landschaften wirken sehr unheimlich und das verbarikadierte Haus verfehlt seine leicht klautrophobische Wirkung nicht. Zudem wirkt alles noch so hübsch altmodisch. Der instrumentale Score haut richtig rein und ist sehr aufdringlich, was ich jetzt nicht als schlecht abstemple. In den 60er Jahren war die Musikuntermalung nun mal noch richtig brachial.
Das Make up und die F/X wirken heute veraltete, waren aber für damals eine Wucht. Auch hier sehen einige Zombies schon grässlich, verblutet, oder einfach nur gruselig aus. Richtige Goreeffekte bekommt man eigentlich gar nicht geboten, jedoch einige Zombietötungen, blutige Einschüsse und der blutige Mord des verwandelten Mädchens an seiner Mutter. Auch die kleine Fressorgie der Zombies war für diese Zeit sehr explizit, daher bekam der Film auch vorerst die Freigabe ungeprüft, wobei er heute mit einer FSK 16 Freigabe neu geprüft wurde und auch freigegeben.
Romero arbeitete hier hauptsächlich mit Laiendarstellern, welche ihre Parts jedoch gut ausfüllen. Duane Jones und Judith O´Dea sind vom Fach und das merkt man auch.
Fazit:
Ein kleines Meisterwerk und der Geburtsfilm der Zombies. Simple Story, perfekt umgesetzt nur als etwas zu geschwätzig. Unheimliche Kulisse, brachialer Score und gute Darsteller. Die F/X können heute noch gefallen und der Film bekommt von mir einen dicken Nostalgiebonus.
Muss man gesehen haben, unterhält heute noch gruselig, wie amüsant.