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Der Westen der USA wird von Untoten heimgesucht, die lebende Menschen anfallen und sogar fressen. Ein paar Einwohner flüchten sich in ein abgelegenes Haus und kämpfen um ihr Überleben gegen die Schar von Zombies, die sich blutdurstig um das Haus versammeln. Doch auch innerhalb der ungleichen Gruppe bilden sich Kämpfe um die vermeintlich beste Strategie im scheinbar hoffnungslosen Unterfangen, das Haus lebend zu verlassen. George A. Romero schuf sicherlich den bahnbrechendsten Zombiefilm überhaupt, der bis heute seinesgleichen sucht. Er führt seine Darsteller nicht nur durch eine düstere Horrorstory, sondern schafft eine herrlich spannende und nachvollziehbare Atmosphäre, bei der die Angespanntheit ebenso wenig zu kurz kommt, wie die gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den lebenden Toten. Diese sind im übrigen für die Zeit äußerst deftig ausgefallen. Gleichzeitig schafft der Film sogar einige dezent angemerkte kritische Bemerkungen zur Lage der amerikanischen Nation. Das alles hebt "Die Nacht Der Lebenden Toten" deutlich von den bis damals eher trashigen Zombiestreifen ab, ebenso wie die kausalen Zusammenhänge. Hier geht es bei der Entstehung der Zombies neuerdings nicht um Voodoo oder anderen Hokuspokus, sondern um reale Erklärungsversuche seitens der ebenso ratlosen Behörden. Der deprimierende Schluss unterstreicht dann zu guter letzt noch einmal, wie fern ab der erwarteten Sehgewohnheiten dieses Meisterwerk des Horrorkinos ist. Nicht nur der Anfang der großartigen Zombietrilogie von Romero, sondern auch des modernen Zombiekinos, wenngleich "Night Of The Living Dead" noch in S/W gedreht wurde, was der düsteren Atmosphäre durchaus zugute kommt.

Fazit: Schlichtweg ein Meilenstein des Zombiefilms. Die Mehrschichtigkeit von George A. Romero wurde selten wieder erreicht. 10/10 Punkten

Tip: Statt auf die entstellte 30th Anniversary Edition mit ihren peinlichen nachgedrehten Szenen lieber auf den 1968 Director's Cut zurückgreifen !

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