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Eines Nachts zerbrechen zwei Jugendliche aus Leichtsinn in einem Maisfeld eine uralte Steinplatte und setzen auf diese Weise den mordlustigen Geist eines uralten Dämons frei, der flux in die örtliche Vogelscheuche fährt und fortan eine blutige Spur des Schreckens durch das kleine Provinzkaff zieht. Zudem erweist er sich als ziemlich wiederstandsfähig gegenüber den meisten Waffen...

Die Vogelscheuchennacht beginnt ziemlich behäbig, die ersten zwanzig Minuten vergehen mit einer konstruierten Love Story und banalen Familienzwistigkeiten erfrischend schwerfällig. Die vorgestellten Charaktere sind Abziehbilder aus dem Klischeesetzkasten (fieser Bürgermeister, zickige Tochter, geheimnisvoller Priester usw) und werden zudem von den Schauspielern zumindest in den Hauptrollen bestenfalls mittelmäßig verkörpert. Der Film fängt erst an interessant zu werden, wenn Gevatter Vogelvertreiber seine Arbeit aufnimmt und den nervigen Supportcast dezimiert. Dies geschieht in recht origineller Art und Weise, so daß NotS wenigstens hier Punkte sammeln kann. Das Monster an sich fand ich mit seinen Knopsauge eher knuffig denn bedrohlich, das Ding sieht eher aus wie ein mannshoher Teddybär. Zum Finale hin wird zum Glück wieder ordentlich an der Temposchaube gedreht, so daß man die wenig gelungene erste Filmhälfte wieder verschmerzen kann, auch wenn die hektische Schnitttechnik manchmal epileptische Anfälle verursachen kann. Nett auch die antelegraphierte Fortsetzung, die aber bisher nich zu Stande kam.
Night of the Scarecrow ließ mich irgendwie mit einem zwwiespältigen Gefühl zurück. Alle Szenen in denen die Vogelscheuche auftritt sind ok, die restliche Rahmenhandlung komplett fürs Altpapier, da zu bieder und ohne eigene Ideen zusammenkonstruiert. Der Film langweilt nicht, brennt aber auch kein Feuerwerk ab, Abteilung Durchschnitt.
5/10

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