Dillon McCabe ist der geborene Kämpfer. Doch in derselben Nacht, in der er die NCAA-Wrestling-Meisterschaft gewinnt, wird er in einen Vorfall verwickelt, der mit dem Tod eines Polizisten endet und Dillon hinter Gitter bringt. Zehn Jahre später ist er wieder auf freiem Fuß und versucht sein Leben in den Griff zu bekommen. Doch ausgerechnet jetzt gerät sein bester Freund Jake in Schwierigkeiten. Um Jake zu helfen und so schnell wie möglich genügend Geld aufzutreiben, beginnt er an Mixed-Martial-Arts-Kämpfen teilzunehmen. Als ihm sein Erfolg nur noch mehr Ärger einbringt, muss er erkennen, dass ein wahrer Gegner ein korruptes System ist, welches von ihm das Unmögliche verlangt: Verlieren.
MMA Kloppereien schein in der B-Movie Branche wohl so etwas wie das große Ding zur Zeit zu sein, denn anders läßt sich die Flut derartig gelagerter Veröffentlichungen kaum erklären. Eingebettet ist das ganze wie immer in die übliche Nebenstory, die im Grunde keine Sau interessiert und die auch hier nur den standardisierten Fusel aus Love Story, schmierigen Managern, korrupten Cops, getürkten Kämpfe wegen Wetteinsätzen, die im Grunde nur dafür da sind, die Zwischenzeit irgendwie bis zum nächsten Fight totzuschlagen. Ich behaupte aber einfach mal, das so etwa 99,8% der Zuschauer des Genres doch eher am zünftigen Auf-die-Murmel-hauen interessiert sind.
Den braven und guten All American Hero gibt hier ein gewisser Wes Chatham (nie gehört), der ein reiner Schauspieler zu sein scheint ohne UFC Vergangenheit oder sowas, dessen Charakter natürlich unschuldig eingeknastet wurde und nur an den (scheinbar sogar offiziellen) Fights teilnimmt, um seinem Kumpel aus der Schuldenpatsche zu helfen. Die Figur kommt zwar sympathisch rüber, ist aber sonst eher der Klischee Goodguy ohne nennenswerte Makel.
Die insgesamt vier im bekannten Oktagon ausgetragenen Gefechte sind dabei technisch recht ansprechend, auch das Blut suppt hier und da aus verschiedenen Körperöffnungen raus, aber auch nicht wirklich übermäßig spektakulär. Da hat man in anderen Beiträgen des Genres schon beeindruckenderes erlebt. Philly Kid muß man denn auch nicht wirklich gesehen haben. Gut er unterhält seine 80 Minuten ansprechend, aber er bietet überhaupt nichts Neues, ohne das man in dem überlaufenen Genre irgendwie noch glänzen könnte.
5/10