Review
von Burningfly
Kaum ein Subgenre ist so festgefahren wie das des Backwoodslashers. Jahr für Jahr werden Filme dieser Sparte in die Videotheken ( ins Kino hats in den letzten Jahren nur Tucker und Dale geschafft) geschleudert um den unwissenden Horrorfreund meist zu entäuschen. So leider auch in dem Langfilmdebut von Regiesseur Eric England, welcher mit "Madison Couty" wohl einen der Tiefpunkte dieser Horrorfilmart markiert.
Die Story ist schnell erklärt:
Eine Gruppe junger Erwachsener, bestehend aus drei Männlein und zwei Weiblein, macht sich auf den Weg in das abgelegene Städchen Madison County. Dort wollen sie einen Autor interviewen, welcher ein Buch namens "Devil in the Woods" geschrieben hat. In diesem Buch
geht es nähmlich um eine Mordserie welche vor Jahren das beschauliche Dörflein erschüttert hat.
In dem Dorf angekommen, merken sie schnell das sie nicht willkommen sind und zudem ist von dem Autor keine Spur.Auf der Suche nach ihm geraten sie in das Visier eines Killers.Welcher bald auf die Jagd nach ihnen geht.
Während der Trailer des Films noch recht anständig daherkam, kann man das von dem Streifen leider nicht behaupten. Ernsthaft irgendwie kam es mir so vor als wolle man mich hier auf den Arm nehmen.Denn selten hab ich einen Streifen gesehen der soviele Klischees vorzuweisen hat wie diesen.
Von den Einwohnern der Stadt, über das klettern verbotener Absperrungen bis hin zu den rennenden Opfern, welche vom Killer in Schrittempo dennoch geschnappt werden.
Von Anfang bis Ende hat man wirklich das Gefühl die ganze Chose schonmal besser gesehen zu haben.
Aber naja gut, an Klischees ist man ja als hartgesottener Filmkonsument gewöhnt, vielleicht reißen es ja die Darsteller heraus, oder es wird ordentlich gesplattert...
Fehlanzeige.Darstellerisch bietet der Film nähmlich Schauspieler zum abgewöhnen. Kann man sich gerade noch gerade so mit den 5 Twens abfinden,schlagen die Darsteller welche im Verlauf des gezeigten auftreten,dem Fass den Boden aus.
Hier ist vorallem die ältere Dame im Diner zu erwähnen, welche ungelogen die schlechteste Schauspielerische Leistung erbringt die ich seit Jahren gesehen habe...
und ich hab schon ne Menge Schrott gesehen.
Auch der Horror kann nicht überzeugen.
So ist das ganze niemals spannend und zieht sich wie Kaugummi. Bis zum ersten Kill vergeht eine halbe Ewigkeit und trotz der geringen Laufzeit von nur knapp 80 Minuten ( ohne Abspann) wanderte mein Blick regelmäßig zur Uhr.
Wenn es dann endlich ans eingemachte geht dann mehr als nur mäßig...
So sind die Morde einfach zu unspektakulär und unrasant iszeniert.
Zwar gibts ein wenig Blut, aber wie gesagt leider nur ein wenig, so das Gore und Splatterfreaks hier total entäuscht sein dürften.
Der Killer welcher von "Cromeskull" Nick Principe verkörpert wird,wirkt ebenfalls ziemlich unbedrohlich und geht mit seinem Schweinegequicke schnell auf die Nerven.
Fazit:
Wie ein Darsteller in einer Szene ziemlich treffend sagt:
"So many things make no sense,around here".
Ja da hat er mir aus der Seele gesprochen. Langweilig, Klischeebehaftet und auf keinen Fall ein guter Film. Darstellerisch mies und in Sachen Gore und Splatter und Spannung zum vergessen.
Gerade mal für das schöne Wäldchen gibts nen Zusatzpunkt, so das ich auf 2 ganze Zähler komme.