Also mir hat „Boat Trip“ als kurzweiliger Bierchenfilm gut gefallen. Der Film ist eine gelungene Mischung aus teils zotigem sexistisch-chauvinistischem Humor (der hier überaus Spaß macht) und einer Lovestory mit Wendungen; die dynamische Geschichte ist durchweg flott inszeniert. Anfänglich entwickelt sich die Story um einen Farbigen (gut aussehend) und einem Weißen (eher der rundliche Typ) die aus Rache eines Schwulen bei einem Parkplatzstreit (der sich als Verkäufer von Vergnügungsfahrten auf Schiffen entpuppt), der die beiden fieser Weise auf einen „Schwulen-Dampfer“ schickt als herrlich abgedrehter „Alptraum“. Natürlich werden alle Klischees der Schwulenszene bedient, Roger Moore fügt sich in der seiner witzigen Darbietung als aufdringlicher Casanova in die restlichen darstellerischen Spaßvögel ein. Als Gott sei Dank irgendwann ein 12er Pack von Schönheiten (das norwegische Sonnenbräunungs-Team) auftaucht werden zumindest kurzweilig Gelüste der anderen Art bedient – eine willkommene Abwechselung. Bloß die hornige Leiterin der Runde sorgt noch für sehr „eindringliche“ und „störende“ Momente innerhalb des witzigen Schein und Seins der männlichen Potenz. In der zweiten Hälfte entwickelt sich der Film etwas mehr zu einer Love-Story zwischen dem Farbigen und einer Tanzlehrerin; überhaupt nicht kitschig sondern nett gemacht. Nicht allzu aufdringlich eingebunden, seinen schrägen bösen Humor behält der Film weiterhin bei, vor allem der Part des notgeilen Dicken ist überaus witzig anzusehen, wenn er sich an das skandinavische Team ranmacht – wer kann hier schon ob der Darbietung widerstehen? Wie gesagt der Humor ist etwas pubertär aber in einer geselligen Herrenrunde ein guter Film für nebenbei.